SICHUAN

Ein Jahr nach dem Erdbeben: Schmerz und Leid sehen die Touristen nicht

Vor einem Jahr verwüstete das schwerste Erdbeben in der Geschichte der Volksrepublik China eine Region so groß wie Bayern und Hessen zusammen. Rund 88 000 Menschen kamen dabei ums Leben, fast 400 000 wurden verletzt.
Wurde beim Erdbeben im vergangenen Jahr zerstört: die Mittelschule von Beichuan. Foto: FOTO Frank Hollmann
Elf Monate hatte Feng Xiang gegen seine Trauer angekämpft, dann erlosch sein Lebenswille. Als das Beben der Stärke 8 die Mittelschule von Beichuan in der chinesischen Region Sichuan zertrümmerte, kam die Hälfte der 2900 Schüler ums Leben. Allein in der Klasse von Lehrer Feng starben 24 Kinder. Auch sein eigener Sohn zählt zu den Toten. Feng Xiang kam nie darüber hinweg. Kurz vor dem Jahrestag der Katastrophe erhängte er sich. Nichts hat die Chinesen so aufgewühlt wie der tausendfache Tod der Kinder von Sichuan und einiger angrenzenden Gebiete. Rund 9000 Schulen stürzten ein oder wurden unbenutzbar. ...
Jetzt weiterlesen
  • Unbegrenzter Zugriff auf mainpost.de
  • Unterfrankens größtes Nachrichtenportal
  • Keine Verpflichtung, monatlich kündbar
30 Tage kostenlos testen
Login für Abonnenten
Weitere Informationen