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El-Kaida-Vizechef getötet

Der Vizechef des Terrornetzwerks El Kaida ist bei einem Luftangriff des US-Militärs im Jemen ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Terrorgruppe El Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) bestätigte am Dienstag in einem Internetvideo den Tod von Nasser al-Wahischi. Er war Anführer der Gruppe, die hinter dem Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in diesem Frühjahr stecken soll. Der weltweit gesuchte Terrorist war als Stellvertreter von Aiman Al-Sawahiri die Nummer zwei El Kaidas. In Afghanistan gehörte er einst zu den engsten Vertrauten Osama bin Ladens und diente ihm als Privatsekretär.

Als Anführer von AQAP stand Al-Wahischi in den vergangenen Jahren an der Spitze des mächtigsten El-Kaida-Ablegers. AQAP ist für zahlreiche Attentate im Jemen verantwortlich. Die USA hatten eine Belohnung von bis zu zehn Millionen US-Dollar auf Al-Wahischi ausgesetzt.

In jemenitischen Medien hieß es, der Terrorist sei bereits am Freitag bei einem Drohnenangriff in der jemenitischen Küstenstadt Al-Mukalla in der Provinz Hadramaut getötet worden. In der Region hat El Kaida seine Rückzugsräume und Hochburgen. Zu Al-Wahischis Nachfolger als AQAP-Chef erklärte die Terrororganisation Kassim al-Rimi, einen Militärkommandeur des El-Kaida-Ablegers. Auf ihn haben die USA ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

Die US-Streitkräfte fliegen seit Jahren Drohnenangriffe auf El-Kaida-Mitglieder im Jemen. Zu der Aktion gegen Al-Wahischi äußerte sich das Militär zunächst nicht. Auch die US-Geheimdienste setzen Killerdrohnen ein, bestätigen deren Einsätze aber in der Regel nicht. Stoppen konnten die Luftangriffe El-Kaida im Jemen bisher nicht. Die Terrororganisation profitiert von den chaotischen Zuständen in dem Bürgerkriegsland.

Der Angriff aus Al-Wahischi war die zweite US-Kommandoaktion auf einen weltweit gesuchten Top-Terroristen innerhalb weniger Tage. Am vergangenen Wochenende soll bei einem US-Angriff in Libyen der Extremist Mokhtar Belmokhtar getötet worden sein, wie die international anerkannte Regierung Libyens am Montag meldete. Für den Tod Belmokhtars gibt es jedoch bislang keine Bestätigung.

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