MÜNCHEN

Gesetz gegen Doping gefordert

Mit einem Paukenschlag ist Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) in sein Amt gestartet: „Wir brauchen ein Anti-Doping-Gesetz“, sagte der Aschaffenburger bei einer Juristentagung in München. Anders als sein Parteikollege, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, glaubt Bausback nicht an die Selbstreinigungskraft der Sportverbände: „Der Sport selbst schafft es nicht, die schwarzen Schafe vom Feld zu schicken. Und dem Staat fehlen derzeit die rechtlichen Möglichkeiten, um dies zu tun“, so Bausback, der ein deutliches Zeichen im Kampf gegen Doping setzt und sich gegen die vorherrschende Meinung im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der alten Bundesregierung stellt.

Der Unterfranke, erst seit wenigen Tagen im Amt, spricht sich für eine uneingeschränkte Besitzstrafbarkeit sowie einen Straftatbestand des Sportbetrugs aus. „Die Sportgerichtsbarkeit ist schnell, kann aber nicht systematisch aufklären, nicht die kriminellen Strukturen im Hintergrund zerschlagen, nicht weitere Taten aufdecken“, sagt der Justizminister. „Hierfür brauchen wir strafprozessuale Befugnisse des Staates wie Durchsuchungen und Telefonüberwachungen.“ Bereits im August hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in der Diskussion um die Studie „Doping in Deutschland“ im Gespräch mit dieser Zeitung ein Anti-Doping-Gesetz gefordert.

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