MEINUNG

Leitartikel: Die Grenzen der westlichen Anteilnahme

Der Streit über eine Beteiligung der Bundeswehr in Syrien ist nicht viel mehr als Wichtigtuerei
Bundeswehr (Symbolbild)
Bundeswehrsoldaten sind am 19.08.2011 nahe Kundus (Afghanistan) im Einsatz. Foto: Maurizio Gambarini/dpa (zu dpa «Kabinett beschließt ein leicht erweitertes Afghanistan-Mandat» vom 18.11.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: Maurizio Gambarini (dpa)
Die neue Debatte über eine westliche Intervention im Syrien-Konflikt zeigt vor allem die Heuchelei, mit denen Amerikaner und Europäer den Bürgerkrieg betrachten. Diskutiert wird über westliche Luftangriffe im Falle eines Einsatzes von Chemiewaffen in der Provinz Idlib, wo mehrere Millionen Zivilisten schon bald einem Großangriff von Kampfflugzeugen, Artillerie und Bodentruppen ausgesetzt sein könnten. Der Westen will nur eingreifen, wenn dabei Chlorgas versprüht wird – ein Blutbad mit konventionellen Waffen wird dagegen hingenommen.