BERLIN

Marx will für mehr Transparenz sorgen

Nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, beendet die Entscheidung des Vatikans zum Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Zeit der Unsicherheit in Limburg. In einer Erklärung kündigte der Münchner Kardinal an, „daran mitzuwirken, dass die Finanzen der Kirche transparenter und nachvollziehbar organisiert und dargestellt werden“.

Marx betonte, es sei gut, „dass der Papst heute eine Entscheidung herbeigeführt hat“, die für das Bistum Limburg einen „Neubeginn möglich macht“. Er habe großes Vertrauen, dass damit dem Ziel seines Vorgängers Robert Zollitsch Rechnung getragen wurde, in dieser Angelegenheit ein faires und transparentes Verfahren durchzuführen. „Darum hatte ihn der Bischof von Limburg im Einvernehmen mit Kardinal Giovanni Lajolo und Domdekan Günther Geis gebeten. Es war ein wesentliches Anliegen, dass alle Argumente auf den Tisch kommen, alle Beteiligten – darunter auch Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst – gehört werden und ein unabhängiges Gutachten als Basis für eine ausgewogene Entscheidung erstellt wurde.“

Dank für das Gute

Damit das Bistum Limburg „einen guten Weg in eine gemeinsame Zukunft gehen kann“ brauche es „Bereitschaft zur Versöhnung, neues Vertrauen und die Kraft des Gebetes“, so Marx weiter. „So wird hoffentlich Heilung und neuer Aufbruch möglich.“

Die Deutsche Bischofskonferenz spüre deutlich, dass es „ein breit angelegtes Bedürfnis“ gebe, dass die Entscheidungsgremien- und -strukturen der katholischen Kirche, die teils über Jahrhunderte gewachsen seien und sich an vielen Stellen bewährt hätten, „deutlicher erklärt und nachvollziehbar gemacht werden“. Das sehe man auch als Aufgabe der Bischofskonferenz: „Voraussetzungen für mehr Transparenz zu schaffen und so die Glaubwürdigkeit unserer Kirche zu fördern.“ Der Vorsitzende der Bischofskonferenz versprach, man werde „gemeinsam Anstrengungen unternehmen, um das Maß an Transparenz bei den Kirchenfinanzen und deren Kontrolle deutlich zu erhöhen“.

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wünschte er für seine Zukunft „die Kraft zum neuen Anfang“. Außerdem dankte Marx ihm „für all das, was er an Gutem im Bistum und in der Deutschen Bischofskonferenz bewirkt hat“.

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