PEKING

Panama macht China nervös

Auch Chinas Kommunisten unterhalten offenbar Scheinfirmen in der Steueroase Panama. Sieben Verwandte von führenden Mitgliedern der regierenden Partei des Landes tauchen in den Dokumenten auf, die nun ans Licht gekommen sind. Für die dubiose Anwaltskanzlei Mossack Fonseca war China ein ganz besonders wichtiger Markt: Die Finanzakrobaten haben dort so viele Zweigstellen betrieben wie in keinem anderen Land. Die chinesische Regierung verwahrt sich gegen die Unterstellung, Personen aus dem Umfeld der Staatsführung hätten zweifelhafte Finanzdienste in Anspruch genommen. „Die Anschuldigungen sind gegenstandslos“, sagte Hong Lei, der Sprecher des Außenministeriums in Peking. Der Reichtum der hohen Kommunisten ist in China ein heikles Thema. Der Sozialismus verspricht ja Gleichheit, und die Partei versteht sich als Vorhut der Arbeiterschaft – nicht als Klub von schwerreichen Ausbeutern. So haben die Zensurbehörden einen Gang hochgeschaltet und im Netz alle Artikel löschen lassen, in denen das Wort „Panama“ auch nur vorkommt.

Schlagworte

  • Chinesische Regierungen
  • Nervosität
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!