Standpunkt: Ein ökonomisches Risiko

So populär die Rente mit 63 bei denen ist, die in ihren Genuss kommen – sozialpolitisch ist sie ein gefährliches Unterfangen.

Während viele Unternehmen enorme Klimmzüge unternehmen, um ältere, gut ausgebildete Beschäftigte möglichst lange zu halten, ermuntert die Politik sie, sich etwas früher als geplant in den Ruhestand zu verabschieden. Ohne Stress, ohne Abschläge – und mit dem Gefühl, sich das nach 45 Beitragsjahren auch verdient zu haben. Die jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass die neue Rente vom ersten Tag an ein Kassenschlager der Großen Koalition war, attraktiv für Hunderttausende und teuer für die Sozialkassen, die dafür jedes Jahr gut zwei Milliarden Euro aufwenden müssen, mindestens.

Eine Gesellschaft aber, die immer älter wird, kann es sich nicht leisten, dass ihre besten Kräfte immer früher in Rente gehen. Der Aderlass an Facharbeitern, an Ingenieuren und tüchtigen Handwerkern ist schon jetzt ein ökonomisches Risiko. Die Rente mit 63 vergrößert es noch.

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