Wie ein Missbrauchsopfer seinen Frieden findet

Die Studie über Kindesmisshandlungen in der Kirche hat aufgewühlt. Der Fall von Alexander Probst, zeigt, was möglich ist, wenn ein Bistum über seinen Schatten springt.
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„Heute kann ich darüber sprechen“, sagt Alexander Probst, Jahrgang 1960.Das Bild aus der Kinderzeit zeigt Alexander, den Domspatz. Foto: Foto: Daniel Wirsching, Probst (unten)
Von dort hinten lief der kleine Alexander in den Chorraum des Regensburger Doms, um mit den anderen vor dem Hochaltar Aufstellung zu nehmen. Ihm war zum Heulen zumute, aber er war keiner, der weint. Er war ein Grinser, einer, der den Schmerz weglächelt, und Schmerzen hatte er weiß Gott. Zuvor hatte er im Proberaum des Doms mit dem Buben neben sich getuschelt, als plötzlich der Domkapellmeister vor ihm auftauchte, ausholte – und den Buben traf. Alexander hatte sich noch wegducken können, was den Domkapellmeister derart erzürnte, dass er ihm ein Büschel Haare ausriss.
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