„Wir erleben eine Verrohung“

Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse blickt mit Sorge auf die aktuelle Entwicklung und ruft alle Bürger in die Pflicht.
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Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Deutschen in Chemnitz kam es zu Ausschreitungen. „Das ist eine klare Ansage gegen unsere rechtsstaatliche Demokratie“, sagt Wolfgang Thierse. Foto: Foto: Odd Andersen, afp
Auch in einer Demokratie lasse sich nicht alles von heute auf morgen umsetzen. Auch hier gebe es Enttäuschungen. Der SPD-Politiker Wolfgang Thierse spricht aus Erfahrung, gerade was Ostdeutschland angeht, dessen Bürger noch vom autoritären Führungsstil der DDR geprägt seien. Frage: Um den Begriff der „Hetzjagden“ in Chemnitz ist eine Diskussion entbrannt. Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen sagt, es könnte sich dabei um „gezielte Falschmeldungen“ handeln. Wie bewerten Sie diese Aussagen? Wolfgang Thierse: Herr Maaßen ist wohl absichtlich blind für das, was verschiedene Augenzeugen ...
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