ATHEN

Alexis Tsipras: Griechenland bleibt im Euroraum

Der griechische Linkspolitiker Alexis Tsipras hat einen Ausstieg seines Landes aus dem Euro ausgeschlossen. „Es ist in jeder Hinsicht klar, dass sich die Frage nach einem Ausstieg Griechenlands aus dem Euro nicht stellt“, sagte der Vorsitzende des Linksbündnisses Syriza in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit der Wochenzeitung „Realnews“. Zum Höhepunkt der Schuldenkrise 2012 sei „dieser Alarmismus“ gerechtfertigt gewesen, doch inzwischen habe sich „das Klima vollkommen verändert“, sagte Tsipras, dessen Partei bei der Wahl Ende Januar stärkste Kraft werden könnte.

Allein der konservative Ministerpräsident Antonis Samaras spreche von einem Euro-Ausstieg, doch würden ihm „jeden Tag ranghohe europäische Verantwortliche“ widersprechen, sagte Tsipras. Samaras, dem bei der Parlamentswahl am 25. Januar eine Niederlage droht, warnt unablässig davor, dass die von Syriza anvisierte Beendigung des strengen Sparkurses den Bruch mit den internationalen Gläubigern und den Austritt aus der Eurozone zur Folge haben werde. Vergangene Woche erklärte die EU-Kommission aber, der Beitritt eines Landes zum Euro sei „unwiderruflich“. In Deutschland hat der mögliche Wahlsieg der linken Syriza die Diskussion über einen Euro-Austritt Griechenlands sowie den weiteren Umgang mit Athen angefacht. Tsipras betonte in dem Interview nun, im Fall eines Wahlsiegs werde Griechenland „an der Spitze des Kampfs gegen die Sparpolitik stehen, die Europa ruiniert und die europäische Wirtschaft in die Rezession stürzt“.

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