kurz & bündig: Besitzer von Unglücksfabrik in Bangladesch auf freiem Fuß

Fast zwei Jahre nach dem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch mit 112 Toten ist der Besitzer wieder auf freiem Fuß. Delwar Hossain sei wegen Totschlags angeklagt, aber auf Kaution freigekommen, berichtete die Zeitung „Daily Star“. Mehr als 1500 Textilarbeiter aus fünf Fabriken Hossains sind seit mehr als einer Woche im Hungerstreik. Sie haben seit drei Monaten keinen Lohn erhalten. Einige Arbeiter sagten, der Lohn sei einbehalten worden, um Druck auf die Justiz auszuüben, den Fabrikbesitzer gehen zu lassen. Tatsächlich begann der Verband der Textilhersteller und -exporteure Bangladeschs wenige Stunden nach der Freilassung damit, einige ausstehende Löhne zu zahlen.

Drei Tote bei Familiendrama in Baden-Württemberg

Bei einem Familiendrama in Baden-Württemberg sind drei Menschen ums Leben gekommen. Ein 59-Jähriger soll in Eschelbronn bei Heidelberg seine Mutter, seine Ehefrau und sich selbst umgebracht haben. Die Polizei fand die zwei Frauenleichen am Mittwoch in einem Wohnhaus. Erste Erkenntnisse der Ermittler deuten darauf hin, dass der Mann die 58 und 93 Jahre alten Frauen erschlagen hat – es wurde ein Hammer als mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt. Die Leiche des Tatverdächtigen war morgens an einer Brücke bei Sinsheim gefunden worden. Nach Einschätzung der Ermittler tötete der Mann sich selbst. Er soll schon länger getrennt von der Familie gelebt haben.

Kurden aus Syrien, Irak und der Türkei starten Offensive gegen IS

Kurdische Kämpfer aus dem Irak, der Türkei und Syrien haben nach Angaben eines politischen Vertreters eine gemeinsame Offensive gegen die Dschihadisten in der nordirakischen Region Mossul gestartet. Mitglieder der türkischen PKK und der syrischen Partei der Demokratischen Union (PYD) gingen in der Region von Sindschar gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) vor, sagte der ranghohe irakische Kurdenvertreter Hallo Pendschweni am Mittwoch. Irakische Peschmerga-Kämpfer versuchten, Gebiete nördlich und östlich von Mossul zu sichern.

USA wollen 33 Milliarden Dollar in Afrika investieren

Die USA wollen am Wirtschaftsboom Afrikas kräftig mitverdienen. Präsident Barack Obama verkündete beim Afrikagipfel in Washington Investitionen in Höhe von insgesamt 33 Milliarden Dollar (24,7 Milliarden Euro) auf dem Kontinent. Er sagte auch Hilfen bei der Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs in Westafrika zu, nannte aber keine Einzelheiten. Allein 14 Milliarden Dollar wollten US-Firmen – darunter die Hotelkette Marriott sowie Coca Cola – auf dem Kontinent anlegen. Mit weiteren zwölf Milliarden Dollar werde ein Programm zur Stromversorgung in Afrika gefördert.

Zugunglück von Mannheim: Ermittlungen gegen Lokführer

Das schwere Zugunglück von Mannheim ist nach ersten Untersuchungen auf „menschliches Versagen“ zurückzuführen. Der Führer des rammenden Güterzugs soll einen Fehler gemacht haben, wie die Staatsanwaltschaft Mannheim und die Bundespolizei Karlsruhe am Mittwoch bestätigten. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung und wegen Gefährdung des Bahnverkehrs ermittelt. Bei dem Unfall in der Nähe des Hauptbahnhofs waren am Freitag 35 Menschen verletzt worden. Der Güterzug hatte einen Eurocity mit 250 Passagieren gerammt. Zwei Waggons mit 110 Menschen kippten um. Foto: dpa

Schlagworte

  • Bahnunglücke
  • Barack Obama
  • Bundespolizei
  • Dollar
  • Dschihadistengruppen
  • Fabriken
  • Familiendramen
  • Hungerstreiks
  • Islamischer Staat
  • Kautionen
  • Lokführer
  • Löhne und Einkommen
  • Peschmerga
  • Polizei
  • Textilhersteller
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!