kurz & bündig: Ghani ist neuer Präsident Afghanistans

kurz & bündig: Ghani ist neuer Präsident Afghanistans

Mit einer Kampfansage an die Korruption und einem Friedensangebot an die Taliban hat der neue afghanische Präsident Aschraf Ghani sein Amt angetreten. Der frühere Finanzminister und Weltbank-Experte wurde am Montag im Präsidentenpalast in Kabul vereidigt. Er folgt Hamid Karsai nach, der Afghanistan seit dem Sturz des Taliban-Regimes vor fast 13 Jahren regierte. Es ist der erste demokratische Machtwechsel in der Geschichte des Landes. Die Amtsübergabe wurde von Gewalt überschattet. Mindestens 20 Menschen wurden bei Angriffen und Anschlägen der Taliban getötet. Ein Berater des neuen Präsidenten kündigte an, dass die neue afghanische Führung an diesem Dienstag das lange verzögerte Sicherheitsabkommen mit den USA unterzeichnen wird.

Mehr als 3000 Flüchtlinge dieses Jahr im Mittelmeer gestorben

Im Mittelmeer sind dieses Jahr bereits mehr als 3000 Flüchtlinge beim Versuch gestorben, nach Europa zu gelangen. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Montag mitteilte, wurde mit 3072 Todesopfern seit Jahresbeginn der bisherige Höchststand von 2011 deutlich übertroffen. Demnach trieb besonders der Bürgerkrieg in Syrien die Flüchtlingszahlen in die Höhe. Die IOM verwies in ihrem Bericht darauf, dass von den weltweit 4077 Todesopfern unter den Migranten mehr als 75 Prozent auf die Mittelmeer-Region entfielen. In diesem Gebiet seien seit dem Jahr 2000 bereits rund 22 000 Einwanderer gestorben und damit mehr als die Hälfte der weltweit 40 000 Todesopfer weltweit, erklärte die in Genf ansässige Organisation.

Merkel sieht auch in Zukunft gute Chancen für Zeitungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht trotz der zunehmenden Digitalisierung auch in Zukunft gute Chanchen für Zeitungen und Zeitschriften. Die Stärke der Printmedien sei angesichts der Informationsflut das Einordnen, Kommentieren und Bewerten dessen, was die Menschen verstehen wollten, sagte die CDU-Politikerin am Montag vor dem Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) in Berlin. „Wenn sich Zeitungen und Zeitschriften dieser Stärke bewusst sind und sie pflegen, werden sie sicher auch weiter ihre Leser finden.“ Allerdings dürften die Verleger nicht der Versuchung erliegen, durch massive Einsparungen die Qualität aufs Spiel zu setzen, fügte sie hinzu.

Brandanschlag auf Berliner Reichstagsgebäude

Ein Unbekannter hat einen Brandanschlag auf das Reichstagsgebäude in Berlin verübt, den Sitz des Bundestages. Nach Polizeiangaben warf er in der Nacht zum Montag einen Brandsatz auf einen Eingangsbereich und hinterließ Flugblätter. Es entstand nur geringer Sachschaden, weil die mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Flasche nur kurz entflammte und dann selbst erlosch. Verletzt wurde niemand, die Hintergründe sind unklar. Der Staatsschutz ermittelt. Laut Polizei werden die Flugblätter nun ausgewertet. Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet, wird darin gegen die Zuwanderung von Ausländern polemisiert.

Kinderporno-Verdacht in Berliner JVA

Über mindestens einen Computer in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel sollen Kinderpornos heruntergeladen und auf DVD gebrannt worden sein. Nach dpa-Informationen besteht der Verdacht, dass über Computer der Gefangenenzeitung „Lichtblick“ kinderpornografisches Material beschafft worden sei. Die DVD soll mindestens an einen Gefangenen weitergegeben worden sein. Die Senatsverwaltung für Justiz bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Montag, dass eine DVD mit entsprechendem Material sicher- gestellt worden sei. Die Gefängnisleitung werde Strafanzeige erstatten, sagte die Sprecherin der Justizverwaltung, Claudia Engfeld. Foto: dpa

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