kurz & bündig: Obama warnt vor Bürgerkrieg in Südsudan: 450 Tote in Juba

kurz & bündig: Obama warnt vor Bürgerkrieg in Südsudan: 450 Tote in Juba

Afrika droht ein neuer Bürgerkrieg: Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Südsudan forderte US-Präsident Barack Obama die Konfliktparteien zu Verhandlungen und einem Ende der Kampfhandlungen auf. Ein Sprecher der südsudanesischen Streitkräfte bezifferte die Zahl der Toten in der Hauptstadt Juba mit bisher 450, davon seien 100 Soldaten. Deutsche und Ausländer werden ausgeflogen. Insgesamt sollen 100 Deutsche in Sicherheit gebracht werden. Hintergrund der Kämpfe ist ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem im Juli entlassenen Stellvertreter Riek Machar. Es besteht die Gefahr, dass sich die Kämpfe zum Bürgerkrieg zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen ausweiten. Kiir gehört der Volksgruppe der Dinka an, Machar ist ein Lou Nuer.

Gericht beurteilt „Tagesschau“-App als zulässig

Die Klage der Zeitungsverleger gegen die „Tagesschau“-App ist vom Oberlandesgericht Köln abgewiesen worden. Das Gericht stellte fest, dass die ARD für den Internetauftritt „Tagesschau.de“ und die daraus abgeleitete App die nötige Genehmigung besitzt. Das OLG ließ eine Revision zum Bundesgerichtshof zu, da die Frage von grundsätzlicher Bedeutung sei. Zeitungsverleger halten die kostenlose „Tagesschau“-App, die auch umfangreiche Texte enthält, für unfaire Konkurrenz, weil die ARD sie mit dem Rundfunkbeitrag finanziert. In erster Instanz hatten sie vor dem Landgericht Köln Recht bekommen, doch dieses Urteil wurde nun aufgehoben.

Tadschikistan weist Bericht über gestohlene deutsche Autos zurück

Entrüstung in Tadschikistan: Die autoritäre Ex-Sowjetrepublik hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Präsidentenfamilie fahre Luxus-Limousinen, die in Deutschland gestohlen wurden. „Das ist ein Versuch, dem Image Tadschikistans einen Schlag zu verpassen“, sagte Außenamtssprecher Abdulfajs Atojew am Freitag. Er betonte zugleich, die Behörden des zentralasiatischen Landes prüften die „unglaubwürdigen“ Berichte. Die Ermittlungsgruppe „Westwind“ der Berliner Kriminalpolizei hatte zahlreiche gestohlene Autos per GPS-Ortung in Tadschikistan aufgespürt.

Rhetorik-Experten: Gregor Gysi hielt Rede des Jahres 2013

Linke-Fraktionschef Gregor Gysi hat aus Sicht von Rhetorik-Experten die Rede des Jahres 2013 gehalten. Das Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen teilte mit, in einem engagierten Plädoyer für eine konsequente Aufarbeitung des NSA-Skandals habe Gysi am 18. November alle sprachlichen Register gezogen: „Mit anschaulichen Worten und großer argumentativer Kraft durchleuchtet Gysi die Spähaffäre und das Verhalten der Bundesregierung, fordert eine deutsch-amerikanische Freundschaft auf Augenhöhe und: den Friedensnobelpreis für Edward Snowden.“

Anführer der Al-Nusra-Front provoziert Syriens Revolutionäre

Einen Monat vor Beginn der syrischen Friedensverhandlungen hat die dem Terrornetzwerk El-Kaida nahestehende Al-Nusra-Front erstmals ihren politischen Machtanspruch artikuliert. In seinem ersten Interview mit dem TV-Sender Al-Dschasira formulierte der Anführer der Brigade, Abu Mohammed al-Golani, seine Vision für einen „Islamischen Staat“ in Syrien. In syrischen Oppositionskreisen wirbelte das Interview am Freitag viel Staub auf. Die Al-Nusra-Front wird von den USA als Terrororganisation eingestuft. Foto: afp

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