kurz & bündig: Putin lobt Krim-Annexion und Poroschenko will in die EU

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Zum Abschluss eines konfliktreichen Jahres hat Kremlchef Wladimir Putin mit Stolz an die umstrittene Angliederung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim an Russland erinnert. „Dieses Ereignis wird immer einer der wichtigsten Meilensteine in der vaterländischen Geschichte sein“, sagte Putin in seiner Neujahrsansprache. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko versprach seinen Landsleuten für 2015 eine spürbare Annäherung an die Europäische Union. 2015 werde als Jahr der tiefgreifenden Reformen in die Geschichte eingehen. „Sie werden uns den Weg zur Aufnahme in die EU öffnen“, sagte der prowestliche Politiker.

Jemen: 49 Tote bei Selbstmordanschlag

Ein Selbstmordattentäter hat bei einer Feier schiitischer Huthi-Rebellen in der zentraljemenitischen Stadt Ibb mindestens 49 Menschen getötet. Bei dem Attentat seien zudem 70 Menschen verletzt worden, berichtete die jemenitische Nachrichtenseite Mareb Press. Laut Augenzeugen hatte der Attentäter in einem Kulturzentrum einen Sprengstoffgürtel gezündet, als dort mehr als 400 Gäste den Geburtstag des Propheten Mohammed feierten. Die Huthis beherrschen seit dem Sommer weite Teile des Jemens und kontrollieren auch die Hauptstadt Sanaa. Ihnen stellen sich zunehmend Anhänger der sunnitischen Terrororganisation El Kaida entgegen.

Bischöfe prangern Kriege und Flüchtlingselend an

Zum Jahreswechsel haben die Kirchen Terror, Kriege und Flüchtlingselend angeprangert und zu mehr Solidarität mit Menschen in Not aufgerufen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, forderte ein Ende der Ausgrenzung von Flüchtlingen. „Gebt ihnen ihre Würde zurück, anstatt diese Würde mit dumpfen Sprüchen zu untergraben“, sagte der bayerische Landesbischof. Kölns Erzbischof Rainer Maria Woelki macht die deutsche Rüstungsindustrie dafür mitverantwortlich, dass die Zahl der Flüchtlinge 2014 zugenommen hat. „Wir exportieren qualitätsvolle, zielgenaue und robuste Waffen in einem großen, noch nicht da gewesenen Umfang“, sagte der Kardinal. „Und wir wundern uns dann, wenn einige Opfer von Gewalt an unsere Türen klopfen?“

Nordkorea will wieder mit dem Süden reden

Erstmals seit 2007 könnte es in diesem Jahr wieder ein Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea geben. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schlug überraschend „Gespräche auf höchster Ebene“ vor. Südkoreanische Medien werteten diese Äußerungen als Angebot für ein Gipfeltreffen mit Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye, deren Regierung am Montag einen ähnlichen Vorschlag gemacht hatte. Beide Länder befinden sich seit dem Korea-Krieg der Jahre 1950 bis 1953 im Kriegszustand. Nun versprach Kim in seiner Neujahrsansprache: Pjöngjang werde „jede Anstrengung unternehmen, um Dialog und Verhandlungen voranzubringen“. Die „tragische“ Teilung dürfe nicht hingenommen werden.

Afghanistan: Auftakt für Isaf-Nachfolgemission

Nach 13 Jahren Kampfeinsatz am Hindukusch hat am Donnerstag die Isaf-Nachfolgemission „Resolute Support“ in Afghanistan begonnen. Präsident Aschraf Ghani sagte aus diesem Anlass, zwar seien die afghanischen Truppen nun allein für die Sicherheit im Land verantwortlich, doch baue er weiter auf die Zusammenarbeit mit den Verbündeten. Überschattet wurde die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die einheimischen Streitkräfte vom Raketenbeschuss einer Hochzeitsgesellschaft, wobei mindestens 20 Gäste getötet wurden. Foto: dpa

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