Nicht jedes Souvenir macht Freude

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Muscheln, Orchideen, Käse: Vieles, was zunächst als nettes Souvenir erscheint, kann Urlauber bei der Zollkontrolle teuer zu stehen kommen. Selbst seltene Hölzer können für Ärger sorgen. Denn Urlauber müssen bei der Auswahl von Souvenirs die Zollvorschriften beachten. Mit dem falschen Erinnerungsstück handeln sie sich bei der Einreise nach Deutschland ein Bußgeld ein oder machen sich sogar strafbar.

Nicht nur ausgestopfte Krokodile, Elfenbein und Tigerfelle sind tabu – auch weniger auffällige Souvenirs können gegen den Artenschutz verstoßen. „Viele Muscheln, die in Asien oder Afrika als Schmuck angeboten werden oder die man am Strand sammeln kann, sind geschützt und dürfen nicht nach Deutschland eingeführt werden“, sagt Christine Kolodzeiski vom Hauptzollamt in Frankfurt. Schwierig wird es auch bei exotischen Schneckenhäusern, Korallen und Seeigeln. Muscheln aus EU-Ländern dagegen seien meist kein Problem.

Auch bei Pflanzen und Hölzern ist der Artenschutz zu beachten. Dabei sei es unerheblich, ob der Urlauber eine Blume selbst pflückt oder ein Exemplar aus dem Gewächshaus kauft, sagt Karin Hornig vom Bundesamt für Naturschutz. Auch Kräuter für Arzneimittel wie echter Ginseng sind problematisch. Für edle Hölzer gelten Abstufungen. „Mahagoni-Accessoires sind zum Beispiel erlaubt“, sagt Hornig. „Aus Ramin-Holz darf man aber nicht mal einen Kugelschreiber mitnehmen.“

Strikt sind die Regeln für Lebensmittel: Milch-, Käse- und Fleischprodukte aus Ländern außerhalb der EU sind als Mitbringsel streng verboten. Das gilt auch bei geringsten Mengen: Die russische Wurst oder der türkische Schafskäse dürfen nicht ins Gepäck. Besonders problematisch ist Geflügel. „Wir konfiszieren auch Instant-Suppen, wenn sie Spuren von Huhn enthalten“, sagt Kolodzeiski. Für den Eigenverzehr erlaubt sind Kuchen, Pasta, Honig im Glas und bis zu 20 Kilogramm Fisch. Lebensmittel aus EU-Staaten sind generell unproblematisch.

Unabhängig vom Urlaubsland ist auch die Mitnahme von Mineralien und Edelsteinen in der Regel kein Problem, „solange man den Freiwertbetrag von 430 Euro nicht überschreitet“, sagt Kolodzeiski. In manchen Ländern wie Griechenland oder der Türkei werden Steine bei der Ausreise konfisziert– es könnte sich ja um archäologisch interessantes Material handeln. TEXT: DPA

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