Karlsruhe

BGH stärkt Rechte von Pauschaltouristen

Der Abflug verschoben, die Maschine umgeleitet, und dann noch mitten in der Nacht von Köln nach Frankfurt mit dem Bus - zu viel für eine deutsche Urlauberfamilie. Ohne Rücksprache mit der Reiseleitung nehmen die Touristen einen anderen Flieger nach Hause. Geht das?
Rückflug gestrichen
Pauschalurlauber müssen nicht jede Unannehmlichkeit hinnehmen. Nach einem Flugausfall organisierten Betroffene die Rückreise selbst. Der Veranstalter muss die Kosten nun erstatten. Foto: Friso Gentsch
Der Bundesgerichtshof (BGH) stärkt Pauschaltouristen bei Unannehmlichkeiten im Urlaub den Rücken. Urlauber bekommen nun den Rückflug auf eigene Faust erstattet. Hat der Veranstalter sie nicht ordnungsgemäß über ihre Pflicht zur Anzeige von Reisemängeln aufgeklärt, dürfen Urlauber das Problem ohne finanziellen Nachteil selbst aus der Welt schaffen. Das ergibt sich aus einem Urteil , das die obersten Zivilrichter in Karlsruhe verkündet haben. (Az. X ZR 96/17) Grundsätzlich müssen Urlauber zunächst den Veranstalter auffordern, den Mangel zu beheben, und ihm dafür eine Frist setzen. Zumindest die Pflicht, das ...
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