Lampedusa

Lampedusa wird Touristenparadies mit Schiffsfriedhof

Alle Augen richten sich gerade auf das sizilianische Catania, wo gerettete Migranten ihr Schiff nicht verlassen dürfen. Eine Flugstunde entfernt liegt mit Lampedusa ein früherer Brennpunkt der Flüchtlingskrise. Hier boomt aber inzwischen der Tourismus.
Urlaubsziel Lampedusa
Immer mehr Touristen kommen nach Lampedusa, von Flüchtlingen ist kaum noch etwas zu sehen. Doch die Schiffswracks erinnern an das Schicksal zahlreicher Migranten. Foto: Annette Reuther
Hin und wieder knattert ein Motorroller am Schiffsfriedhof von Lampedusa vorbei. Braungebrannte Urlauber mit Badebeuteln brausen - den Blick fest auf die Straße gerichtet - Richtung Strand. Die Wracks sind die Kulisse für dieses seltsame Schauspiel. Sie gammeln hier teils seit Jahren vor sich hin und sind Zeugen der Flüchtlingskrise, die das Schicksal der italienischen Insel so stark geprägt hat wie kaum einen anderen Ort in Europa. Rettungswesten, Zahnbürsten, Kaffeebeutel, Wasserflaschen, Milchkartons mit arabischer Aufschrift: All das liegt noch in den Schiffskähnen, mit denen einst Zehntausende Migranten ...
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