St. Englmar

Totenbretter im Bayerischen Wald

Wanderungen im Bayerischen Wald führen zu unzähligen, meist traurigen Familiengeschichten. Sie werden erzählt auf Totenbrettern, die zu Tausenden an den Wegesrändern stehen. Ohne Humor kommt das todernste Thema aber nicht aus.
Totenbretter in St. Englmar
Oft stehen Dutzende Totenbretter - wie hier in St. Englmar - nebeneinander am Wegesrand. Foto: Joachim Hauck/dpa-tmn
Das Schicksal hat den Wanninger Hans arg gebeutelt, damals in den 1990er Jahren, als erst sein gerade mal 16-jähriger Sohn ums Leben kam und ein paar Monate später auch noch seine Frau vor lauter Kummer starb. Lang hat der Wanninger getrauert. Und er hat, wie Generationen von Bayerwaldlern vor ihm, seiner Trauer ein Gesicht gegeben: Für Frau und Sohn hat er schmucke Totenbretter fertigen und in der Nähe seines Hauses aufstellen lassen. Den Wanninger Hans erinnern sie fast täglich an seine Lieben - und den Wanderern, die zwischen der Bayerwaldgemeinde St. Englmar und dem Weiler Hügelhof unterwegs sind, ...
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