HERZOGENAURACH

Adidas schockt mit Warnung

Adidas zieht angesichts wachsender Probleme in Russland und größerer Schwierigkeiten im Golf-Geschäft die Notbremse. Kurz nach dem Ende der erfolgreichen Fußball-Weltmeisterschaft muss der Sportartikelhersteller nicht nur seine Gewinnprognose für das laufende Jahr drastisch nach unten korrigieren. Die Franken verordnen auch der Golf-Sparte einen Umbau.

Geplante Geschäftseröffnungen in Russland vertagt der Dax-Konzern. Die Börse reagierte geschockt, der Aktienkurs brach am Donnerstag zeitweise um mehr als zwölf Prozent ein. Konzernchef Herbert Hainer sagte, die bisherigen Umbauten zeigten bereits beachtliche Erfolge. Zugleich räumte der Manager aber Fehler ein. „Dennoch ist uns klar, dass die Umsetzung nicht immer unseren hohen Standards entsprochen hat“, sagte Hainer laut einer Mitteilung.

Mit weiteren Maßnahmen wolle er den Konzern wieder auf Angriff trimmen. Einzelheiten sollen kommende Woche bei der offiziellen Zahlenvorlage erläutert werden.

Dabei lief es für die Marken Adidas und Reebok im zweiten Quartal deutlich besser als vor einem Jahr, beide legten beim Umsatz um 14 und 9 Prozent zu. „Der Umsatz von TaylorMade-adidas Golf hingegen ging um 18 Prozent zurück“, wie der Konzern mitteilte. Außerdem drückten Währungseffekte und hohe Marketingausgaben für die Fußball-WM auf die Bilanz. Das alles habe „das sonst sehr positive zugrunde liegende Wachstum von Adidas und Reebok in den meisten wichtigen Kategorien und Märkten“ aufgehoben.

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