WÜRZBURG

Bofinger lobt KBA

Besuch bei KBA: Die Studenten von der Uni Würzburg mit Peter Bofinger (Zweiter von rechts) und Finanzvorstand Axel Kaufmann (rechts).
Besuch bei KBA: Die Studenten von der Uni Würzburg mit Peter Bofinger (Zweiter von rechts) und Finanzvorstand Axel Kaufmann (rechts). Foto: kba

Zusammen mit einer Studentengruppe hat der Würzburger Volkswirtschaftsprofessor und Wirtschaftsweise Peter Bofinger jetzt das Würzburger Stammwerk der Koenig & Bauer AG (KBA) besucht. Bei der Werksführung interessierten sich der Wirtschaftsweise und die angehenden Nationalökonomen von der Universität Würzburg besonders für die neue Gießerei und die im Druckmaschinenbau besonders präzise mechanische Fertigung. Als Beispiele für die Innovationskraft von KBA konnten sie anschließend eine neue Maschinenbaureihe für den Banknotendruck und eine neu entwickelte Inkjet-Rotation für den industriellen Digitaldruck besichtigen.

Bofinger zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt: „Ständige Innovationen, die Mitarbeiter, die gute Ausbildung und der hochqualitative Maschinenbau machen KBA zu einem Hochtechnologie-Unternehmen.“ Innovative mittelständische Industriebetriebe wie Koenig & Bauer leisteten einen wichtigen Beitrag dazu, „dass Mainfranken auch morgen eine weltweit konkurrenzfähige Wirtschaftsregion bleibt“.

Unter der Überschrift „Deutsche Wirtschaft im Sog der Eurokrise“ diskutierte Bofinger die Folgen der europäischen Staatsschuldenkrise mit Führungskräften des Unternehmens. Dabei plädierte er für eine wachstumsorientierte, expansive Geld- und Fiskalpolitik. Er bemängelte, dass Deutschland als stärkste Wirtschaftsnation in Europa im Export zwar weiter vom stabilen Euro profitiere, die notwendige Lokomotivfunktion im Euroraum aber wegen zu geringer Importe nicht erfülle.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Zentrifugalkräfte innerhalb der Währungsunion mahnte Professor Bofinger: „Wir brauchen in Europa neben der Währungsunion eine Fiskalunion. Sonst bleiben wir im Tunnel stecken mit erheblichen Gefahren für die Zukunft des Euro. Oder wir kehren zum Tunneleingang, sprich zu nationalen Währungen, zurück. Dies würde zu einer deutlichen Aufwertung der deutschen Währung führen und wäre nicht gut für die Exportwirtschaft.“

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Exportwirtschaft
  • Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • Kraftfahrt-Bundesamt
  • Peter Bofinger
  • Produktion und Herstellung
  • Währungsunionen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!