Würzburg/Schweinfurt

Ilgner: Ein Unterfranke wird Personal-Chef der Deutschen Bank

Der frühere Würzburger Wasserballspieler Michael Ilgner wechselt von der Sporthilfe zum DAX-Konzern Deutsche Bank. Es ist der nächste Schritt einer besonderen Karriere.
Michael Ilgner, Vorstand Deutsche Sporthilfe, wird als Personalchef zur Deutschen Bank wechseln.  Foto: Jörg Carstensen, dpa

Nächster Schritt auf der Karriereleiter für Michael Ilgner: Der 48-jährige, promovierte Wirtschaftsingenieur wechselt von der Stiftung Deutsche Sporthilfe als Personal-Chef zur Deutschen Bank. Der gebürtige Unterfranke, in seiner aktiven Zeit 103-facher Wasserball-Nationalspieler in Diensten des SV Würzburg 05 und Olympia-Teilnehmer 1996 in Atlanta, soll bei der Deutschen Bank AG zukünftig als Generalbevollmächtigter den Bereich Personal verantworten. Ilgner wird die neue Position voraussichtlich zum 1. März 2020 antreten und soll in den Vorstand aufrücken, sobald die aufsichtsrechtlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Dem Sport ist Michael Ilgner auch nach seiner aktiven Zeit stets verbunden geblieben: Erst jüngst wurde er in Südkorea mit dem deutschen Team Wasserball-Vizeweltmeister der Masters. Ilgner ist in Werneck (Lkr. Schweinfurt) geboren und begann beim SC Schweinfurt mit dem Wasserball spielen. Als 16-Jähriger wechselte er zum Bundesligisten SV Würzburg 05, wo er schnell zur Führungsfigur und zum Nationalspieler aufstieg.

"Ich freue mich für Michael über den nächsten Schritt seiner außergewöhnlichen Karriere", sagt SV-05-Präsident Thomas Lurz. "Im Vorstand eines DAX-Konzerns zu sein, bedeutet eine große Herausforderung." Ilgner ist Ehrenmitglied beim SV 05.

Michael Ilgner 2013 als Gast beim Ehrenabend "Fair ist mehr" der Mediengruppe Main-Post im Würzburger VCC.  Foto: Christoph Weiß

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe wird ihren Motor verlieren, Ilgner hatte seit seinem Wechsel 2006 dorthin die deutsche Athletenförderung professionalisiert und stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Wirtschaft gerückt. 2018 lag die Fördersumme der Sporthilfe bei 18 Millionen Euro.

Klatten: "Wir verlieren unseren besten Mann"

"Der Wechsel von Michael Ilgner zu unserem Nationalen Förderer Deutsche Bank ist schmerzlich", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Sporthilfe, Werner E. Klatten und lobt den fränkischen Manager: "Wir verlieren unseren besten Mann. Der Wechsel ist eine enorme Auszeichnung für die Qualität der Arbeit der gesamten Deutschen Sporthilfe, er nimmt unserer Stiftung jedoch die derzeit entscheidende Führungskraft."

In einer Pressemitteilung äußerte sich Ilgner: "Ich fühle mich durch die Berufung des Aufsichtsrats und des Vorstands der Deutschen Bank außerordentlich geehrt und empfinde ebenso großen Respekt wie Vorfreude für diese besondere Herausforderung." Vor seinem Wirken bei der Sporthilfe war Ilgner bereits in der Geschäftsleitung der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton tätig.

Ilgner: "Der Abschied fällt mir schwer"

"Der Abschied vom gesamten Team der Deutschen Sporthilfe fällt mir nach so langer, vertrauensvoller und erfolgreicher gemeinsamer Arbeit natürlich ausgesprochen schwer." Ilgner ist  Vater von drei Kindern und lebt in Frankfurt. "Ich freue mich aber insbesondere für die geförderten Athletinnen und Athleten, dass es uns in den letzten Jahren mit Hilfe so vieler wichtiger Partner aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Sport gelungen ist, neue Förderperspektiven in Deutschland zu schaffen."

Ehrung zum Karriereende 1999: Michael Ilgner (links) zusammen mit dem damaligen SV-05-Vorsitzenden Peter Lurz (Mitte) und Teamkollege Jürgen Helmschrott. Foto: Nadine Klikar

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing freut sich, "dass wir mit Michael Ilgner eine erfahrene Führungskraft für uns gewonnen haben, die schon viele Talente entwickelt und Veränderungsprozesse gestaltet hat". Seine Leidenschaft und sein frischer Blick sollen der Bank, die sich in einem großen Umbau befindet, helfen, "neue Akzente zu setzen".

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