Friedrichshafen/Schweinfurt

Milliarden-Anleihe: ZF stemmt Einstieg bei Wabco

Der auch in Schweinfurt ansässige Automobilzulieferer ZF hat den taktisch wichtigen Einstieg beim Bremsenhersteller Wabco finanziell gestemmt. Es geht um Riesensummen.
Den taktisch wichtigen Einstieg beim Bremsenhersteller Wabco lässt sich der ZF-Konzern gut sechs Milliarden Euro kosten. Diese Summe wird unter anderem mit der Ausgabe von Anleihen finanziert. Foto: Felix Kästle, dpa

Die ZF Friedrichshafen AG hat mit milliardenschweren Schritten den taktisch wichtigen Kauf des Bremsenherstellers Wabco geschultert. Nach Angaben vom Dienstag brachte der Automobilzulieferer Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 2,7 Milliarden Euro am Kapitalmarkt unter. Zusammen mit einem ähnlichen Schritt zu Monatsbeginn sowie Bankdarlehen sieht ZF die Wabco-Übernahme in Höhe von 6,2 Milliarden Euro als finanziert an.

Was noch aussteht

Weil noch kartellrechtliche Prüfungen in etwa einem Dutzend Länder anstehen, rechnete ein ZF-Sprecher am Dienstag damit, dass die Übernahme "in den ersten Monaten 2020" über die Bühne gehen kann. Wabco soll ZF die bislang fehlende Kompetenz bei Bremssystemen für Nutzfahrzeuge verleihen, was mit Blick auf autonomes Fahren als dringend notwendig erachtet wird.

Die jetzt platzierten Anleihen über 2,7 Milliarden Euro erfolge in vier Tranchen mit Laufzeiten zwischen vier und zehn Jahren, teilte ZF weiter mit. Sie seien sehr gefragt und deshalb mehrfach überzeichnet gewesen. Anfang Oktober hatte der Konzern mit Blick auf Wabco ein Schuldscheindarlehen über 2,1 Milliarden Euro aufgelegt.

Eines der größten ZF-Werke mit rund 9500 Beschäftigten steht in Schweinfurt, wo sich auch die Zentrale für Elektromobilität befindet. Direkte Folgen für Schweinfurt habe die Wabco-Übernahme nicht, so der ZF-Sprecher.

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