SCHWEINFURT

Schaeffler spürt die Krise

Die schwierige konjunkturelle Lage in Europa und die sich abschwächende Dynamik in den Schwellenländern dämpft beim Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler die Wachstumserwartungen. Sie wurden jetzt für das laufende Geschäftsjahr von fünf auf vier Prozent zurückgenommen.

Der Einbruch zeigt sich in besonderem Maß in der Sparte Industrie, die ihren Sitz in Schweinfurt hat. Hier stagnierten in den ersten drei Quartalen die Umsätze auf Vorjahresniveau. Im vierten Quartal rechnet Konzernchef Jürgen M. Geißinger über das gesamte Unternehmen mit einem Rückgang, „was zu einer temporären Anpassung unserer Kapazitäten führen wird“. In der gegenwärtigen Marktlage sei es wichtiger denn je, die Geschäftsprozesse weiter zu optimieren und die Kosten im Blick zu halten.

Im Quartalsbericht sieht sich Schaeffler trotz dieser Probleme „gut behauptet“. Der Umsatz habe um vier Prozent auf 8,4 Milliarden Euro zugelegt. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 13,6 Prozent (1,1 Milliarden Euro) unter dem überdurchschnittlich guten Vorjahreswert von 16,7 Prozent (1,3 Milliarden Euro). Das Nettoergebnis wird mit 731 Millionen Euro (743 Millionen Euro) angegeben.

Nordamerika-Plus von 20 Prozent

Die Regionen haben sich in den ersten neun Monaten unterschiedlich entwickelt. Während der Umsatz in Nordamerika um 20 Prozent zulegte, ging es in Asien/Pazifik mit zehn Prozent etwas langsamer voran. Das Wachstum in Europa lag nur noch bei einem Prozent. In Südamerika aber ist der Umsatz um zwölf Prozent eingebrochen.

Schaeffler geht davon aus, dass das Unternehmen auch weiterhin stärker wächst als der Markt. Die Ergebnis-Marge soll übers Jahr bei 13 Prozent liegen. Damit wäre das Jahresziel erreicht, betont Geißinger.

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