SCHWEINFURT

Schaeffler wächst weiter

Die Bremsspuren in einzelnen Ländern und Branchen seien nicht mehr zu übersehen und darum richte man sich auf eine Verlangsamung des Wachstums ein. Dies erklärte der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG, Jürgen M. Geißinger, am Dienstag bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Sein Unternehmen gehe zwar nach wie vor vom zum Jahresbeginn prognostizierten Wachstum von mehr als fünf Prozent aus, die Reduzierung von Schichten sei aber nicht mehr auszuschließen. Derzeit seien die Bücher jedoch voll, an Kurzarbeit werde nicht gedacht.

Schon im ersten Halbjahr, in dem Schaeffler um fünf Prozent beim Umsatz zugelegt hat, war die Sparte Industrie mit Sitz in Schweinfurt mit einem Plus von nur zwei Prozent schwächer als der Automobilbereich (plus sieben Prozent). Sorgenkinder sind hier die Windkraft und der Werkzeugmaschinenbau.

In den ersten sechs Monaten hat das Unternehmen 5,7 Milliarden Euro umgesetzt und ein operatives Ergebnis von 780 Millionen Euro erzielt. Mit der leicht rückläufigen Marge von 13,8 Prozent zeigte sich Geißinger zufrieden, sie liege immer noch über dem langjährigen Durchschnitt.

Das Konzernnettoergebnis wird mit 505 Millionen Euro angegeben (Vorjahr 641 Millionen). Der operative Cashflow stieg insbesondere im zweiten Quartal deutlich an und lag bei 495 Millionen Euro (Vorjahr 371 Millionen) auch dank der Conti-Dividende über 80 Millionen Euro.

An der Verschuldung (7,1 Milliarden Euro) habe sich wenig verändert, erklärte Finanzvorstand Klaus Rosenfeld. Zur Verschuldung der Holding (Familie Schaeffler) äußerte er sich nicht. Die Hochzinsanleihe über 326 Millionen Euro habe die Kapitalstruktur weiter optimiert, sagte Geißinger und verwies auf das verbesserte Rating bei Standard & Poor's von „B“ auf „B+“.

Im ersten Halbjahr hat Schaeffler weltweit 1800 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon 400 in Deutschland. Ebenso viele sollen noch bis zum Jahresende hinzukommen.

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