FRIEDRICHSHAFEN

Schweinfurt radelt auf vollen Touren

Zu SRAM gehören: RockShox (Gabeln), Avid, Truativ und Zipp

Die Marken Winora, Haibike, Sinus, Staiger und Hercules der Winora Group (Sennfeld bei Schweinfurt) und der Fahrradkomponentenhersteller SRAM mit dem weltweit größten Entwicklungszentrum der Branche in der Schweinfurter Romstraße radeln in der Champions League. Weltweit sind die Schweinfurter bei allen Touren, Meisterschaften und sonstigen Events dabei. Auf der größten Fahrradmesse aller Kontinente in Friedrichshafen am Bodensee hat die Winora Group den größten Messestand; SRAM mit 130 Mitarbeitern das höchste Personalaufgebot.

Bei der Eröffnung war Winora eine der vier Firmen, die von Angela Merkel aufgesucht wurde. Geschäftsführerin Susanne Puello präsentierte die Angebotspalette der eigenen Marken und stellte als Strategie der Winora Group die „Überführung verschiedener Welten in neue Mobilitätsprodukte“ vor, die neben den klassischen Bereichen wie Mountainbike, Rennrad oder City Bike bestehen. Als Beispiel nannte Puello das XDURO NDURO, ein E-Mountainbike – angesiedelt zwischen Fahrrad und Motocross mit einem 180 Millimeter Federweg (Weltneuheit).

Das erste Halbjahr 2013 war für die Fahrradbranche nicht einfach. Das kalte Frühjahr (sonst die Zeit des größten Umsatzes) vermieste vielen Händlern das Geschäft. Trotzdem ist die Branche optimistisch – vor allem beim Trend zum E-Bike. Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes, geht für heuer von einer Absatzsteigerung beim E-Bike um 13 Prozent oder 430 000 Stück aus. Bereits jetzt rollen über 1,3 Millionen Elektroräder durch Deutschland.

Allenthalben zeigt der Rundgang in Friedrichhafen den Trend zum Rückenwind aus immer leichteren und leistungsfähigeren Akkus und Mittelmotoren auf, am oder unter den Pedalen. Der Motor in Vorder- oder Hinterrad hat nahezu ausgedient. Motorunterstützung gibt es zudem für die häufiger zu sehenden Liegeräder und Tandems.

Holland-Fahrräder stehen neben schwarz und silber glänzenden Edelrennern und Lasträdern, neben Mountainbikes und Downhilluntersätzen, neben dem Klapprad samt Motor und Koffer, mit dem der Platzsparer in das Auto gestellt wird. „Ritterrüstungen“ gibt es für jene, die im Sommer per Rad über Skipisten preschen. Reifen sind dünn wie Centstücke oder breit wie ein Kugelschreiber lang. Holzrahmenkonstruktionen sind bei der Messe unter den Exoten zu finden.

Kaum ein Durchkommen gibt es mitunter bei Haibike. Winora-Pressesprecher Sven Bernhardt sagt, dass das Topniveau von Haibike in Europa und der ganzen Welt angekommen ist. Er hat Termin über Termin mit der Fachpresse. Die Liste der Neuheiten verrät, dass die Winora Group, die wie Hercules (ebenfalls Sennfeld) zum niederländischen Accell-Konzern gehört, überall mitmischt. Weltpremiere hat das Speedpedelec XDURO RACE, ein Rennrad mit Elektroantrieb. Wert legt Winora auf das Design, hat in den letzten Jahren sämtliche namhafte Design-Awards gewonnen.

Winora versteht den E-Motor auch als Trethilfe, aber verstärkt als zentrale Einheit von Sportgeräten, die neue Dimensionen eröffnen. Höher, schneller und weiter kommen mit dem Rückenwind nicht nur Senioren und Freizeitradler, sondern auch Sportler auf Mountainbikes und Rennmaschinen. Keine Probleme haben Haibike und Winora mit den neuen Größen beim Mountainbike, wo 26 Zoll ausgedient hat. Größere Reifen sind komfortabler – bei Winora seit über einem Jahr. Herkules ist mit einem Teil des Familiensortiments (70 Modelle) präsent. Produktmanager Burkard Schuster unterstreicht die hohe Qualität der „unverwüstlichen“ Räder.

Riesig ist das Interesse bei SRAM. 130 Gesprächspartner hat der Konzern aus Europa, aus Nordamerika und aus Asien mit an den Bodensee gebracht. Neuheiten gibt es zuhauf, etwa bei den Schaltungen für Rennräder und Mountainbikes oder beim E-Bike, wo die Kombination Naben-/Kettenschaltung als Toplösung gilt. SRAM hat auch einen eigenen E-Antrieb zu bieten, die e-Automatic, die zweistufig die Unterstützung beim Treten zuschaltet.

Eurobike

Die Fahrradmesse Eurobike (28. bis 31. August) bietet Lösungen für jeden Einsatz und über 200 Weltpremieren. Das Thema Elektroantrieb kommt mit noch mehr Power. Die Messe ist Treffpunkt für das weltweite Bike-Business. Marktführer, Fachhändler, Experten und Journalisten treffen sich mit Tüftlern und Exoten in Friedrichshafen. 1280 Aussteller aus 54 Nationen sind präsent; über 40 000 Fachbesucher aus 100 Nationen und 1800 Journalisten haben die Veranstalter vor Messebeginn erwartet. Die internationale Fahrradmesse deckt das gesamte Angebot der Sport- und Stadträder ab.

Lastrad: Schwer beladen rollt das Cargo Bike von Hercules.
Kanzlerbesuch: Produktmanager Felix Puello (Bild von links), Angela Merkel und Geschäftsführerin Susanne Puello

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