Brüssel

Törichtes Spiel

Es ist ein törichtes Spiel mit den Zöllen, das beiden Seiten schadet. Denn mit jedem Drehen an der Zoll-Schraube bestraft US-Präsident Donald Trump zwar Europäer, Chinesen, Japaner oder Südkoreaner, aber er schadet immer auch sich selbst. Es ist eine Politik der politischen Stimmungsmache. Im Airbus-Verfahren ging es um zwei Flugzeugtypen, deren Marktanteil denkbar gering ist. Die eigentlichen Verkaufsschlager des europäischen Flugzeugbauers waren nicht einmal Thema des Prozesses. Dafür handelte sich Trump eine Gegenklage gegen den ohnehin schwer angeschlagenen Boeing-Konzern ein. Nicht anders verhält es sich bei den angedrohten Zöllen für europäische Pkw. Zum einen liegt deren Erfolg im Rückstand der amerikanischen Hersteller begründet. Zum anderen werden gerade die Daimler-, BMW- und Volkswagen-Modelle, die der Präsident künstlich verteuern will, in den Vereinigten Staaten gebaut. Eine Anhebung der Importabgabe würde US-Jobs treffen. Über viele andere Handelsungleichgewichte kann man reden, aber nicht mit einer Drohung im Rücken. Die EU ist nicht machtlos, das weiß man in Washington. Es wäre deshalb für beide Seiten gut, wenn es am 13. November zu einem Vertrag käme, der für Ruhe sorgt.
US-Präsident Donald Trump  Foto: Andrew Caballero-Reynolds, afp

Es ist ein törichtes Spiel mit den Zöllen, das beiden Seiten schadet. Denn mit jedem Drehen an der Zoll-Schraube bestraft US-Präsident Donald Trump zwar Europäer, Chinesen, Japaner oder Südkoreaner, aber er schadet immer auch sich selbst. Es ist eine Politik der politischen Stimmungsmache. Im Airbus-Verfahren ging es um zwei Flugzeugtypen, deren Marktanteil denkbar gering ist. Die eigentlichen Verkaufsschlager des europäischen Flugzeugbauers waren nicht einmal Thema des Prozesses. Dafür handelte sich Trump eine Gegenklage gegen den ohnehin schwer angeschlagenen Boeing-Konzern ein. Nicht anders verhält es sich bei den angedrohten Zöllen für europäische Pkw. Zum einen liegt deren Erfolg im Rückstand der amerikanischen Hersteller begründet. Zum anderen werden gerade die Daimler-, BMW- und Volkswagen-Modelle, die der Präsident künstlich verteuern will, in den Vereinigten Staaten gebaut. Eine Anhebung der Importabgabe würde US-Jobs treffen. Über viele andere Handelsungleichgewichte kann man reden, aber nicht mit einer Drohung im Rücken. Die EU ist nicht machtlos, das weiß man in Washington. Es wäre deshalb für beide Seiten gut, wenn es am 13. November zu einem Vertrag käme, der für Ruhe sorgt.

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