Würzburg

Unklar, was aus den Real-Märkten in Würzburg wird

Startschuss für den Verkauf der Filialen der Supermarktkette Real: Das Bundeskartellamt hat dem Konzern Metro grünes Licht gegeben. Was wird aus den Filialen in Würzburg?
So sah die Eröffnung des Real-Marktes 2007 in Würzburg-Lengfeld aus, damals noch mit Oberbürgermeisterin Pia Beckmann (vorne, Zweite von rechts). Wie es jetzt mit den beiden Real-Märkten in der Stadt weitergeht, ist unklar. Foto: Thomas Obermeier

Die beiden einzigen Real-Märkte in Mainfranken stehen vor einer ungewissen Zukunft. Gehören die Niederlassungen in Würzburg zu den gesunden Filialen, die der Düsseldorfer Handelskonzern Metro als Real-Märkte weiterlaufen lassen will? Oder gehören sie zu jenen der 277 Filialen bundesweit, die von anderen Wettbewerbern übernommen werden? Oder gar zu jenen, die schließen müssen? Metro will Real an den Hamburger Immobilieninvestor Redos abstoßen.

Zur Zeit, so erklärte eine Metro-Sprecherin auf Anfrage dieser Redaktion, könne man zu einzelnen Filialen wie in Würzburg noch nichts sagen.  Und Metro-Chef Olaf Koch erklärt: "Das Bundeskartellamt hat die Transaktion zwischen Metro und Redos freigegeben. Das Konzept sieht vor, dass ein nennenswerter Anteil von Standorten an Wettbewerber übergeht. Wenn die Frist für verbindliche Angebote für die jeweiligen Filialpakete abgelaufen ist, wird es noch einige Wochen brauchen, um diese zu prüfen. Mein Anliegen ist es, dass dann so schnell wie möglich Klarheit herrscht."

Spekulationen über Schließungen

Genau diese Klarheit ist auch für die 34 000 Beschäftigten der Real-Supermarktkette in Deutschland wichtig. Doch derzeit wird noch kräftig spekuliert. 180 Läden sollen angeblich an Wettbewerber wie Edeka, Kaufland, Rewe und Globus gehen, 40 geschlossen, 50 weitergeführt werden. Stimmt das?

"Solange die Verhandlungen laufen, verbietet sich jede Spekulation über Zahlen. Wichtig ist das Signal, dass die Marke Real mit einem gesunden Kern erhalten bleibt", heißt es dazu von Metro. "Aktuell gehen die Angebote der Händler ein und werden gesichtet. Es kann jetzt ein paar Wochen dauern, bis alle Angebote für die einzelnen Standorte ausgewertet sind, zumal  auch Überlappungen zu erwarten sind. Danach sollen die Pakete geschnürt und im Anschluss beim Bundeskartellamt zur Anmeldung eingereicht werden", erklärte eine Metro-Sprecherin gegenüber dieser Redaktion.

Verkauft werden das operative Geschäft, aber auch rund 80 Liegenschaften, die sich auf 65 Real-Standorte verteilen. Zu den 80 Immobilien zählen die Verkaufsgebäude, aber auch andere Liegenschaften wie Parkplätze. Käufer ist die auf großflächige Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Firma Redos Real Estate aus Hamburg.

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