Würzburg

Warum Unternehmen Podcasts einsetzen sollten

Genau hinhören: Patrick Hamacher aus Würzburg ist Versicherungsmakler und Herausgeber des Podcasts "Versicherungsgeflüster". Foto: Patrick Hamacher

Von der Teilkasko bis zum Schadensfreiheitsrabatt – der Würzburger Versicherungsfachwirt Patrick Hamacher hat mit seinem Kollegen Bastian Kunkel beim Kaffeeklatsch einen besonderen Ansatz gefunden, den Wirrwarr aus Versicherungen zu entwirren: Im Podcast „Versicherungsgeflüster“ erklären die beiden detailliert, was man vor dem Abschluss über Versicherungen wissen sollte.

Mit großem Erfolg: Die Hörbeiträge wurden nach Hamachers Worten schon über 620 000 Mal aufgerufen. Die Rückmeldungen seien äußerst positiv. Hamacher wird in Kürze auf dem Mobile Media Day in Würzburg sprechen. Im Interview beschreibt der 36-Jährige den Weg zum guten Podcast.

Frage: Herr Hamacher, sind Podcasts ein neues kommunikatives Wundermittel für Unternehmen?

Patrick Hamacher: Ich würde sie vielleicht nicht als kommunikatives Wundermittel bezeichnen, aber sie sind auf jeden Fall ein Medium, das man auch als Unternehmen gut für die Kommunikation nach außen nutzen kann.

Welche Vorteile hat ein Podcast beispielsweise gegenüber einem YouTube-Video?

Hamacher: Ein Podcast hat zwei wesentliche Vorteile: Er benötigt weniger Aufmerksamkeit als ein Video, das ich mir ansehen oder ein Buch, das ich lesen muss. Beim Podcast muss ich nur hören. Und beim Hören ist man völlig ortsunabhängig – man kann sich Wissen im Auto aneignen, beim Sport, beim Putzen oder Kochen.

Welche Unternehmen können von Podcasts besonders profitieren?

Hamacher: Grundsätzlich glaube ich, dass jedes Unternehmen in jeder Branche von Podcasts Gebrauch machen kann, um die Kundenkommunikation zu stärken. Je komplizierter ein Produkt oder Thema ist, desto sinnvoller kann es sein, es in einem Podcast zu behandeln. Man kann sich dort die Zeit nehmen, es umfassend zu erörtern. Darüber hinaus kommt es beim Podcast nicht nur auf das Produkt an, sondern auch auf die Menschen, die dahinter stehen und darauf, ob sich der Kunde mit dem Unternehmen identifiziert. Wenn sich der Kunde so sein eigenes Bild machen kann und einen sympathischen Eindruck vom Unternehmen bekommt, ist er unter Umständen gern bereit, sich näher mit dem Produkt zu beschäftigen. Dadurch kann ein Podcast für Unternehmen in jeder Sparte ein gutes Marketinginstrument sein.

Wie macht man – gerade als Unternehmer – einen guten Podcast?

Hamacher: Zunächst sollte sich der Unternehmer fragen, was er der Welt oder dem potenziellen Kunden zu sagen hat und welchen Mehrwert er mit dem Podcast bieten kann. Und dann: hinsetzen, ein kurzes Skript zurechtlegen und einfach lossprechen. Das Schöne an einem Podcast ist, dass der Hörer eben keine professionelle Radioproduktion erwartet. Ein Podcast lebt gerade von der Authentizität und ein bisschen Persönlichkeit.

Patrick Hamacher und der Mobile Media Day
Patrick Hamacher wird beim Würzburger Mobile Media Day (MMD) an einer Diskussionsrunde zum Thema Podcasts teilnehmen. Der MMD findet am 18. November (9.30 bis 17.30 Uhr) zum siebten Mal im Vogel Convention Center in Würzburg statt. Angesprochen sind Vertreter der Medien-, IT- und Kreativwirtschaft sowie Gründer und Studenten aus den mediennahen Studiengängen der Würzburger Hochschulen.
Neben der Podcast-Runde wird es unter anderem auch um Influencer-Marketing, Storytelling im Messenger, Voice Marketing und Virtual Reality gehen. Veranstaltet wird der Kongress von der Medien.Bayern GmbH in München, die unter dem Namen "MedienNetzwerk Bayern" und mit Förderung der Staatskanzlei den Medienstandort Bayern stärken soll.
Partner des MMD sind unter anderem die Main-Post, die Vogel Communications Group und das Zentrum für digitale Innovationen (alle Würzburg). Weitere Informationen und Anmeldung: www.mobilemediaday.de

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