BAD NEUSTADT

Zu 100 Prozent chinesisch

Als die Joyson Investment Holding aus Ningbo in China vor gut eineinhalb Jahren mit 74,9 Prozent die Mehrheit an der Preh GmbH in Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) übernahm, war klar, dass der chinesische Konzern nach zwei bis drei Jahren Alleineigentümer des Automobilzulieferers aus der Rhön werden sollte. Dieser Schritt ist nun vollzogen. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) und das Preh-Management haben die restlichen Anteile an Joyson verkauft.

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Preh und Joyson setze der neue Alleineigentümer auf Kontinuität und kündigte an, dass es an der Spitze von des Bad Neustädter Unternehmens keine Änderungen geben werde. Das Management mit Geschäftsführer Michael Roesnick an der Spitze bleibt demnach in unveränderter Zusammensetzung im Amt und ist weiterhin durch langfristige Verträge gebunden. Außerdem bleibt DBAG-Vorstandsmitglied Rolf Scheffels im Aufsichtsrat von Preh.

Seit Joyson bei Preh eingestiegen ist, hat der chinesische Investor kräftig in den Stammsitz Bad Neustadt investiert. Für ein neues Ausbildungszentrum und eine Fertigungshalle flossen 2,5 Millionen Euro.

Die Automotive-Aktivitäten von Joyson sind künftig in der börsennotierten Gesellschaft Joyson Electronics gebündelt, die aus den Unternehmensbereichen Automotive Electronics (Preh) und Automotive Components (Joyson) besteht. Der Automobilzulieferer Joyson wurde 2004 gegründet, während Preh mit dem Gründungsjahr 1919 über eine fast 100-jährige Unternehmenstradition verfügt. Für 2012 rechnet Preh mit einem Umsatzplus um zwölf Prozent auf rund 460 Millionen Euro.

Spaß zusammen: Michawel Roesnick (rechts)  und Joyson Eigentümer Jeff Wang bei der einweihung der neuen Preh-Ausbildungwerkstadtt.
Spaß zusammen: Michawel Roesnick (rechts) und Joyson Eigentümer Jeff Wang bei der einweihung der neuen Preh-Ausbildungwerkstadtt. Foto: Herbert

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