Würzburg

Betriebe in der Corona-Krise: Versicherungen spielen auf Zeit

Corona hat Mainfrankens Wirtschaft voll erwischt. Einige Betriebe hatten für teures Geld eine Ausfall-Versicherung abgeschlossen. Nun fühlen sie sich im Stich gelassen.
Die Familie von Alexander Wiesenegg betreibt die Würzburger Bürgerspital-Weinstuben mittlerweile in zweiter Generation. Doch ohne Gäste und ohne Einnahmen wird auch für ihn die Situation immer schwieriger. Eine Versicherung sollte helfen - tut sie aber nicht.
Foto: Johannes Kiefer | Die Familie von Alexander Wiesenegg betreibt die Würzburger Bürgerspital-Weinstuben mittlerweile in zweiter Generation. Doch ohne Gäste und ohne Einnahmen wird auch für ihn die Situation immer schwieriger. Eine Versicherung sollte helfen - tut sie aber nicht.

Schweren Herzens hat Alexander Wiesenegg sein Gasthaus geschlossen. In den Bürgerspital-Weinstuben, einem Würzburger Traditionshaus, bleibt bis mindestens Mitte April wegen Corona das Licht aus. Das gab es nicht einmal im Zweiten Weltkrieg. Doch der 40-jährige Gastwirt hat keine Wahl. Vor zwei Wochen verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus: Das öffentliche Leben in Bayern wurde ins Koma versetzt. Geschäfte, Restaurants und Hotels mussten auf Anweisung der Staatsregierung schließen. Es ist eine Katastrophe für die gesamte Wirtschaft. Doch ...