Wiesbaden

Baugenehmigungen für Wohnungen steigen wieder

Berlin       -  Blick auf verschiedene Gebäude im Berliner Stadtzentrum. In Deutschland wird immer mehr gebaut.
Blick auf verschiedene Gebäude im Berliner Stadtzentrum. In Deutschland wird immer mehr gebaut. Foto: Ralf Hirschberger

Von Januar bis April wurden gut 107.000 Wohnungen bewilligt und damit 0,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. 2017 waren die Baugenehmigungen trotz des Immobilienbooms um mehr als 7 Prozent gefallen; auch im ersten Quartal des laufenden Jahres gab es einen Rückgang.

Grund für den Zuwachs von Januar bis April waren laut der Wiesbadener Behörde stark wachsende Bewilligungen für Mehrfamilienhäuser (plus 5,0 Prozent). Dagegen fielen die Genehmigungen für Einfamilienhäuser (minus 0,5 Prozent) und Zweifamilienhäuser (minus 1,7 Prozent). Die Zusagen für den Bau von Wohnungen in Wohnheimen sackten ferner um ein Drittel ab, da weniger Flüchtlingsunterkünfte benötigt werden.

Um die große Immobiliennachfrage zu decken, sind laut Politik und Bauwirtschaft 350.000 bis 400.000 neue Wohnungen pro Jahr nötig. Engpässe in der Bauwirtschaft wie fehlende Handwerker und Spekulanten, die in der Hoffnung auf weiter steigende Bodenpreise abwarten, bremsen aber. Im vergangenen Jahr wurden nur knapp 285.000 Wohnungen gebaut. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) rechnet damit, dass 2018 maximal 340.000 Wohnungen errichtet werden können.

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