Frankfurt/Main

Dax mit moderaten Gewinnen vor EZB-Zinsentscheidung

Dax
Der Handelssaal der Börse in Frankfurt. Foto: Frank Rumpenhorst

Aktuell bewegt sich das Börsenbarometer auf dem höchsten Niveau seit gut zwei Wochen. Damit rückt das jüngste Zwischenhoch von 12.656 Zählern immer näher.

Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,14 Prozent auf 26.327,76 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um gut 0,5 Prozent an.

Nicht zuletzt die Erwartung unterstützender Maßnahmen der großen Notenbanken befeuert gegenwärtig die Aktienkurse. So dürfte die EZB am Nachmittag ihre jüngsten Signale einer Lockerung der Geldpolitik nach Einschätzung von Experten bekräftigen. Mit einer Zinssenkung rechnen die meisten Experten an diesem Donnerstag aber noch nicht.

Daneben richtete sich das Interesse auf die Quartalsberichte der Unternehmen. Am Vorabend hatte bereits die Deutsche Börse ihr Zahlenwerk veröffentlicht. Bei dem Unternehmen laufen die Geschäfte weiter rund. Im zweiten Quartal profitierte der Börsenbetreiber einmal mehr von dem hohen Absicherungsbedarf vieler Investoren. Damit stiegen die Aktien im Dax um gut 1 Prozent.

Der Chemiekonzern BASF bleibt nach seinen erst jüngst deutlich gekappten Jahreszielen pessimistisch. „Die weltweiten Risiken haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen”, sagte Unternehmenschef Martin Brudermüller. Für die Papiere ging es etwas nach unten.

Im MDax stiegen die Anteilsscheine von Kion um rund vier Prozent an. Der Gabelstapler-Hersteller bestätigte nach einem überraschend guten zweiten Quartal - anders als der Konkurrent Jungheinrich - die Prognose.

Qiagen aber dämpfte die Erwartungen an Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr. Der Biotech-Konzern begründete die schwächeren Aussichten mit Problemen in einer Partnerschaft in China. Die Qiagen-Papiere sackten am Index-Ende um mehr als 5 Prozent ab.

Im Nebenwertindex SDax sorgten die jüngsten Geschäftszahlen für noch größere Ausschläge. So zogen die Aktien von Aixtron um gut 7 Prozent an. Der Spezialanlagenbauer hatte das abgelaufene Quartal etwas besser als gedacht beendet und ist nun mit Blick auf die Profitabilität optimistischer als zuvor.

Der Telekomausrüster Adva Optical Networking aber hatte ein schwaches Quartal verzeichnet. Die Anteilsscheine knickten um rund 6 Prozent ein.

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