Frankfurt/Main

Dax rutscht auf weiteres Zweijahrestief

Dax       -  Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Letztlich legte der deutsche Leitindex um 0,36 Prozent auf 10.931,24 Punkte zu, während der MDax um 0,63 Prozent auf 22.780,09 Zähler stieg. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,30 Prozent auf 3077,22 Punkte vor. In Paris wurden ebenfalls Gewinne verzeichnet. Auftrieb kam vor allem durch die positive Börsenstimmung in den Vereinigten Staaten nach weiteren erfreulichen Quartalsberichten aus der Bankenbranche. Sie ließen den Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa um 0,7 Prozent steigen. In London indes ging es infolge der Sorgen um den Brexit leicht abwärts.

Im Dax bauten die Aktien der Deutschen Bank ihre frühen Gewinne nach überraschend starken Quartalszahlen der Bank of America und Goldman Sachs weiter deutlich aus. Mit plus 8,4 Prozent rückten sie an die Index-Spitze. Zuvor hatte ein weiterer Pressebericht über ein mögliches Zusammengehen mit der Commerzbank alte Fusionsfantasien neu genährt. Die Commerzbank-Papiere verteuerten sich im MDax um 7,4 Prozent. Die Anteile der Lufthansa erholten sich mit plus 3,6 Prozent von ihren Vortagesverlusten und die der Deutschen Post mit plus 2,5 Prozent.

Deutlich bewegt waren auch einige Aktien nach geänderten Analystenurteilen. So gab eine Kaufempfehlung der Schweizer Großbank UBS der jüngsten Erholung von Fuchs Petrolub weiteren Schub. Die Anteile des Schmierstoffherstellers gewannen im MDax 5,7 Prozent.

Ferner profitierten im SDax die Papiere des Kohlenstoffspezialisten SGL mit plus 6,1 Prozent von einer Kaufempfehlung der Baader Bank. Zugleich senkte diese den Daumen für die Anteile von Zooplus, die daraufhin um rund 6 Prozent absackten.

Negative Nachrichten gab es vom Online-Möbelversand Home24, dessen Aktien außerhalb der Dax-Familie um 11,4 Prozent einbrachen. Die noch zu rund einem Drittel zu Rocket Internet gehörende Beteiligung enttäuschte mit ihrem Jahresumsatz.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,06 Prozent am Vortag auf 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,06 Prozent auf 142,43 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,08 Prozent auf 164,60 Punkte.

Insgesamt verhalten reagierten Euro und Pfund auf das vom britischen Parlament abgelehnte Austrittsabkommen. Die Gemeinschaftswährung kostete am frühen Abend 1,1407 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1389 (Dienstag: 1,1424) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8780 (0,8754) Euro.

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