Frankfurt/Main

Dax vor Bilanzsaison fast unverändert

Dax-Kurve in der Frankfurter Börse
Dax-Kurve auf der Anzeigetafel der Frankfurter Börse. Foto: Arne Dedert

Damit knüpfte er aber immerhin an seinen freundlichen Wochenauftakt nach der vorangegangenen Schwächephase an. Beim MDax der mittelgroßen Unternehmen reichte es letztlich für einen Kursanstieg von 0,25 Prozent auf 26.059,73 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich 0,55 Prozent fester bei 3521,36 Zählern. In Paris und London legten die nationalen Indizes in einer ähnlichen Größenordnung zu.

Der amerikanische Dow Jones Industrial erklomm kurz nach dem Handelsstart in New York zwar erneut ein Rekordhoch. Zum europäischen Börsenschluss kam er aber kaum vom Fleck.

Im Dax eroberten die Aktien der Deutschen Bank mit einem Plus von fast viereinhalb Prozent den ersten Platz. Ihnen half ein positiver Kommentar der Ratingagentur S&P zum Konzernumbau. Die Experten bezeichneten die Neuorganisation als nötig und zeigten sich überzeugt, dass das Management seine Ziele erreichen wird. Geschäftszahlen der US-Konkurrenten JPMorgan, Goldman Sachs und Wells Fargo gaben dem Aktienkurs ebenso wenig zusätzliche Impulse wie am Vortag die der Citigroup.

Lufthansa-Titel zählten mit einem mehr als zweieinhalbprozentigen Kursanstieg ebenfalls zu den Favoriten der Anleger. Hier trieb die Aussicht auf eine geringere Zunahme der Kapazitäten in Europas Luftfahrtbranche. Der irische Billigflieger Ryanair kündigte an, das Kapazitätswachstum im Sommer 2020 zu drosseln.

Bei Bayer stand nach zwischenzeitlich höheren Gewinnen am Ende nur ein Plus von 0,77 Prozent zu Buche. Eine geringere Strafe für den Agrarchemie und und Pharmakonzern in einem Glyphosat-Prozess in den USA sorgte in Leverkusen nicht unbedingt für Freudensprünge. Zwar reduzierte ein US-Richter den von Geschworenen geforderten Schadenersatz, am grundsätzlichen Problem für Bayer ändert das aber nichts.

Immobilientitel gehörten unterdessen zu den größten Verlierern. Händler verwiesen auf Nachwirkungen einer Meldung vom Vortag, derzufolge das Land Berlin mit dem Kauf hunderter Wohnungen in einer ehemaligen DDR-Prachtstraße in Berlin den Wohnimmobilienkonzern Deutsche Wohnen ausgestochen hat. Die Schlappe für den MDax-Konzern ahndeten die Anleger mit einem Abschlag von fast anderthalb Prozent.

Im Sog dieser Entwicklung litten auch andere Branchenpapiere. Aktien von Aroundtown wurden zudem durch eine Kapitalerhöhung geschwächt - sie verloren ebenfalls knapp anderthalb Prozent. Papiere des Dax-Mitglieds Vonovia gaben als einer der größten Verlierer im Leitindex um 0,8 Prozent nach.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,30 Prozent am Vortag auf minus 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 144,74 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,03 Prozent auf 172,31 Punkte.

Der Eurokurs sank zuletzt auf 1,1215 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf 1,1223 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8910 Euro gekostet.

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