Brüssel

EU-Kommission erwartet wegen Corona schrumpfende Wirtschaft

Von der Leyen       -  Die EU sei bereit zu tun, was immer nötig ist, um die Krise zu bwältigen, sagte Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission,.
Die EU sei bereit zu tun, was immer nötig ist, um die Krise zu bwältigen, sagte Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission,. Foto: Etienne Ansotte/European Commission/dpa

Die Wirtschaft in der Europäischen Union wird nach Einschätzung der EU-Kommission wegen der Coronavirus-Krise dieses Jahr schrumpfen.

Ursprünglich war mit 1,4 Prozent Wachstum für 2020 gerechnet worden - nun werde das Wachstum „unter Null fallen, womöglich sogar erheblich”, sagte ein hoher Kommissionsbeamter am Freitag in Brüssel.

Die Kommission stützt sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf zwei Annahmen: dass sich die Coronavirus-Epidemie im Lauf der Zeit gleichmäßig auf alle EU-Staaten ausbreitet und es in etwa bei denselben Erkrankungs- und Todesraten bleibt; und dass die wirtschaftlichen Folgen auf den Arbeitsmarkt und die Nachfrage in einigen Branchen stärker ist als in China.

Auswirkungen auf die Konjunktur erwartet die Brüsseler Behörde aus diversen Trends im Zusammenhang mit der neuen Krankheit Covid-19. So werde die europäische Wirtschaft unter dem ökonomischen Schock in China im ersten Quartal leiden. Es werde Lieferengpässe für die europäische und die Weltwirtschaft geben. Auch die Nachfrage werde europaweit und global gedämpft, zudem seien Liquiditätsengpässe für Unternehmen zu erwarten.

Unter dem Strich werde die Covid-19-Krise einen sehr großen negativen Effekt auf die Wirtschaft in der EU und der Eurozone haben, schätzt die Kommission. 2021 werde die Wirtschaft eine substanzielle, aber keine vollständige Erholung erleben. Einige der direkten negativen Folgen könnten jedoch durch rasche und wirksame Gegenmaßnahmen der EU und der Mitgliedsstaaten gemindert werden, heißt es in einer Analyse der Kommission weiter.

Die EU-Kommission plant dafür ein umfassendes Paket. Dazu gehört nicht nur die großzügige Auslegung der Schulden- und Defizitregeln im Stabilitäts- und Wachstumspakt, sondern auch der Beihilferegeln. Damit bekommen die Mitgliedsstaaten größtmögliche Spielräume, ihrer Wirtschaft selbst unter die Arme zu greifen.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • dpa
  • Deutsche Presseagentur
  • Europäische Kommission
  • Europäische Union
  • Margrethe Vestager
  • Ursula von der Leyen
  • Valdis Dombrovskis
  • Wirtschaftliche Risiken
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!