Brüssel/Athen (dpa)

Euro-Minister bestätigen weitere Sparmaßnahmen für Athen

Die griechische Wirtschaft verliert an Schwung. Doch aus Brüssel kommen gute Nachrichten für Athen.
Fahnen       -  Eine Mitarbeiterin der EU-Kommission richtet eine griechische und eine EU-Fahne aus.
Eine Mitarbeiterin der EU-Kommission richtet eine griechische und eine EU-Fahne aus. Foto: Julien Warnand

Die Euro-Finanzminister haben den Weg für die Auszahlung weiterer Milliarden aus dem laufenden Kreditprogramm für Griechenland vorbereitet.

Eine Einigung auf technischer Ebene (Staff Level Agreement) sei erreicht worden, bestätigte der scheidende Eurogruppen-Vorsitzende Jeroen Dijsselbloem nach dem Treffen der Ressortchefs des gemeinsamen Währungsgebiets am Montag in Brüssel. Der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos und die EU-Kommission hatten die Einigung bereits am Samstagabend bekannt gegeben, die Euro-Finanzminister mussten sie nun bestätigen.

Die nächste Tranche der Finanzhilfen für Griechenland in Höhe von gut fünf Milliarden Euro könnte damit beim Eurogruppen-Treffen am 22. Januar freigegeben werden. 

Im Mittelpunkt der aktuellen Kontrolle des griechischen Rettungsprogramms standen vor allem Reformen beim Streikrecht, die Umsetzung von Sparmaßnahmen in der Verwaltung sowie faule Kredite bei Banken in Höhe von mehr als 100 Milliarden Euro.

Das dritte Hilfspaket für Griechenland seit 2010 in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August 2018 aus. Athen hofft, bis dahin das nötige Vertrauen an den Finanzmärkten zurückgewonnen zu haben, um sich wieder eigenständig Kapital beschaffen zu können.

Am Montag wurde allerdings bekannt, dass die griechische Wirtschaft im Sommer kräftig an Schwung verloren hat. Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vierteljahr davor nur noch um 0,3 Prozent zu - nach 0,8 und 0,7 Prozent in den beiden Vorquartalen, wie das Statistikamt Elstat mitteilte.

Das Wirtschaftswachstum 2017 wird damit wohl geringer ausfallen wird, als von der Regierung in Athen erhofft. Im Staatshaushalt 2017 hatte sie noch ein Wachstum von 2,7 Prozent unterstellt. In der Zwischenzeit war dieses Ziel allerdings schon auf 1,6 Prozent zurückgeschraubt worden. In Kreisen des Finanzministeriums wurde am Montag Optimismus verbreitet, dass zumindest dieses Ziel noch erreicht werden könne.

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