IPHOFEN

Knauf kauft US-Konkurrenten USG

Der Gips- und Baustoff-Riese Knauf - hier die Konzernzentrale in Iphofen - festigt sein Standbein in den USA. Die Übernahme des dortigen Konkurrenten USG ist sicher.
Der Gips- und Baustoff-Riese Knauf - hier die Konzernzentrale in Iphofen - festigt sein Standbein in den USA. Die Übernahme des dortigen Konkurrenten USG ist sicher. Foto: Andreas Brachs

Der Gips-Konzern Knauf aus Iphofen (Lkr. Kitzingen) hat sich nach zähem Ringen durchgesetzt: Das Familienunternehmen übernimmt den US-Konkurrenten USG. Wie die Amerikaner am Montagnachmittag mitteilten, haben sich beide Seiten darauf geeinigt, dass Knauf USG-Aktien im Wert von etwa 7 Milliarden US-Dollar kaufen wird. Damit steigen die Unterfranken vom Mitaktionär zum Hauptaktionär auf. Pro USG-Aktie zahlen die Mainfranken 44 US-Dollar.

USG hatte sich zunächst gesträubt

Der Übernahme war ein wochenlanges Ringen vorausgegangen. Knauf hatte im März ein erstes Übernahmeangebot vorgelegt, das USG zunächst aber kategorisch ablehnte. Damals war es um 5,9 Milliarden Dollar (42 Dollar pro Aktie) gegangen.

Im April wandte sich Knauf mit einem offenen Brief an die USG-Aktionäre, um indirekt Druck auf die Chefs des Chicagoer Konzerns zu machen. Indes hatte Star-Investor Warren Buffett durchblicken lassen, dass er für einen Verkauf von USG an Knauf ist. Buffett ist bislang über seine Investorenfirma Berkshire Hathaway an dem US-Gipsunternehmen mit 31 Prozent beteiligt.

Was Knauf USG verspricht

„Wir glauben, dass Knauf der ideale Geschäftspartner ist. Wir haben die Absicht, erhebliche Investitionen ins USG-Geschäft und seine Beschäftigten zu tätigen“, wird der geschäftsführende Gesellschafter von Knauf, Manfred Grundke, in der USG-Mitteilung zitiert. Dort heißt es weiter, dass der Kauf von USG frei von sonstigen finanziellen Bedingungen sei. Knauf werde das Geschäft unter anderem aus eigenen liquiden Mitteln stemmen.

Wie groß Knauf ist

Branchenführer Knauf hat nach eigenen Angaben gut 27 000 Mitarbeiter weltweit, insgesamt 1800 davon in den Niederlassungen Iphofen, Markt Einersheim und Hüttenheim (alle Lkr. Kitzingen). Der Konzernumsatz lag 2016 bei 6,5 Milliarden Euro (USG: 2,5 Milliarden Euro).

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