Washington

US-Wirtschaft brummt - Analysten erwarten stabilen Leitzins

US-Wirtschaft brummt
Baustelle in Hollywood: Die Arbeitslosenquote in den USA lag zuletzt mit 3,5 Prozent auf ihrem niedrigsten Stand seit 50 Jahren. Foto: Ringo Chiu/ZUMA Wire/dpa

Auch der jüngste Abschluss des ersten Handelsabkommens mit China dürfte die US-Konjunktur weiter stützen. Analysten rechneten deswegen mehrheitlich damit, dass die Notenbank den Leitzins bei ihrer Sitzung am Mittwoch unverändert im Korridor von 1,5 bis 1,75 Prozent belassen dürfte. Die Entscheidung der Notenbank Federal Reserve (Fed) soll am Mittwochabend (20.00 Uhr MEZ) bekanntgegeben werden.

Seit Sommer vergangenen Jahres hatte die Notenbank ihren Leitzins drei mal um je 0,25 Prozentpunkte gesenkt, um den seit zehn Jahren anhaltenden Aufschwung der US-Wirtschaft zu verlängern. Gründe für die Zinssenkungen waren vor allem ein weltweit schwächeres Wachstum und anhaltende Handelskonflikte. Doch bereits bei ihrer Sitzung im Dezember schwenkte die Fed um: Angesichts guter Wirtschaftsdaten ließ die Notenbank den Leitzins unverändert und signalisierte, dass bis auf Weiteres nicht mit neuen Zinsschritten zu rechnen ist.

Die „meisten” Entscheider der Notenbank sähen das aktuelle Zinsniveau als „wahrscheinlich weiterhin angemessen für dieses Jahr”, sagte Fed-Gouverneurin Michelle Bowman Mitte Januar. Dies gelte, solange die wirtschaftliche Lage nicht deutlich von den Prognosen der Zentralbank eines weiterhin robusten Wachstums abweiche, so Bowman.

Die Arbeitslosenquote lag zuletzt mit 3,5 Prozent auf ihrem niedrigsten Stand seit 50 Jahren, die Wirtschaft wuchs im dritten Quartal auf das Jahr gerechnet um 2,1 Prozent.

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken über Nacht Geld leihen. Senkungen verbilligen Kredite, weswegen Firmen leichter investieren können und viele Bürger weniger für Schuldendienst ausgeben müssen - sie haben so mehr Einkommen zur Verfügung.

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