Berlin

Auto-Neuzulassungen brechen im Januar um rund 31 Prozent ein

Neuwagen       -  Neuwagen stehen auf einem Güterzug am Güterbahnhof in Seelze (Niedersachsen). Im Januar wurden rund 31 Prozent weniger Autos zugelassen als noch im Vorjahresmonat.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa | Neuwagen stehen auf einem Güterzug am Güterbahnhof in Seelze (Niedersachsen). Im Januar wurden rund 31 Prozent weniger Autos zugelassen als noch im Vorjahresmonat.

In Deutschland sind im ersten Monat des neuen Jahres 169.754 Autos neu zugelassen worden. Das waren rund 31 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte.

Zum einen seien die Autohäuser in der Corona-Krise weiterhin geschlossen, hieß es vom Verband der Automobilindustrie (VDA) zur Begründung. Darüber hinaus sei zum Jahreswechsel die für ein halbes Jahr geltende Mehrwertsteuersenkung ausgelaufen, mit der der Bund Kaufanreize setzen wollte. Viele Verbraucher hätten deshalb noch im Dezember zum reduzierten Preis ein neues Auto gekauft. Diese Käufer fehlten dann im Januar.

Wie die Händler mit den Schließungen umgingen, sei sehr unterschiedlich, hieß es. Einige würden auf Möglichkeiten wie „Click und Collect” zurückgreifen: Käufer bestellen online und holen das Fahrzeug vor Ort ab. Auch über Anrufe seien Bestellungen mancherorts möglich.

Ungebrochen blieb hingegen der Trend zum Elektroauto. Laut KBA wurden im Januar 16.315 Neuwagen mit Elektroantrieb zugelassen. Das waren fast 118 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres. Somit handelte es sich bei fast jeder zehnten Neuzulassung um ein Elektrofahrzeug.

Der deutsche Automarkt war im ersten Jahr der Corona-Krise um rund 19 Prozent eingebrochen. VDA-Präsidentin Hildgard Müller geht für 2021 vor allem ab dem zweiten Halbjahr von einer Verbesserung aus. Um 8 Prozent soll der Markt demnach wachsen mit rund 3,15 Millionen Neuzulassungen.

Vom Vorkrisen-Niveau wären solche Zahlen allerdings weit entfernt. Im Jahr 2019 hatte es starke 3,6 Millionen Neuzulassungen gegeben. 2020 waren es hingegen lediglich 2,9 Millionen.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-285116/3

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