Frankfurt/Main

Bundesbank erwartet kräftigen Dämpfer für Konjunktur

Lockdown       -  Der anhaltende Corona-Lockdown hat nach Einschätzung der Bundesbank die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zu Beginn des Jahres 2021 ausgebremst.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa | Der anhaltende Corona-Lockdown hat nach Einschätzung der Bundesbank die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zu Beginn des Jahres 2021 ausgebremst.

Der anhaltende Corona-Lockdown hat nach Einschätzung der Bundesbank die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland zu Beginn des Jahres 2021 ausgebremst.

„Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie fallen im Mittel des laufenden Quartals strikter aus als im Vorquartal. Daher wird die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 wohl kräftig zurückgehen”, schrieb die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten aktuellen Monatsbericht. Vor allem in den kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen dürfte die Aktivität nochmals stark sinken.

Dagegen dürfte die Industrie die Wirtschaftsentwicklung nach Einschätzung der Notenbank stützen. Sie profitiere vor allem von einer dynamischen Auslandsnachfrage. Nach jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes waren die deutschen Warenexporte im Januar 2021 gegenüber Dezember um 1,4 Prozent gestiegen. Zudem habe sich gemäß den Umfragen des Ifo-Instituts die Stimmung in der Industrie im Februar verbesserte.

Auch die „Wirtschaftsweisen” rechneten zuletzt im ersten Quartal mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Das Beratergremium der Bundesregierung hatte jüngst seine Konjunkturprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Eine erste Schätzung zum 1. Quartal will das Statistische Bundesamt am 30. April veröffentlichen.

Der Sachverständigenrat erwartet nun ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,1 Prozent. In der im November vorgelegten Prognose gingen die Experten noch von einem Plus von 3,7 Prozent im Jahr 2021 aus. Die Bundesregierung rechnet mit einem Wachstum von 3,0 Prozent im Jahr 2021.

Im Gesamtjahr 2020 war die Wirtschaftsleistung Deutschlands um 4,9 Prozent zum Vorjahr eingebrochen. Der Staat versucht, das Corona-Tief mit Hilfsmilliarden abzufedern.

© dpa-infocom, dpa:210322-99-923077/4

Erhalten Sie die wichtigsten regionalen Wirtschaftsnachrichten der Woche immer am Donnerstagmorgen in Ihr E-Mail-Postfach. Abonnieren Sie hier den Newsletter von Wirtschafts-Reporter Jürgen Haug-Peichl.
Themen & Autoren / Autorinnen
dpa
Bruttoinlandsprodukt
Deutsche Bundesbank
Sachverständigenräte der Bundesrepublik Deutschland
Statistisches Bundesamt
Umfragen und Befragungen
Wirtschaftsprognosen
Zentralbanken
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!