Frankfurt/Main

Corona-Krise belastet Maschinenbau

Maschinenbau       -  Der Anteil der Maschinenbau-Firmen, die Kapazitätsanpassungen durchführen, ist seit der März-Umfrage von 75 auf 83 Prozent gestiegen.
Foto: Felix Kästle/dpa | Der Anteil der Maschinenbau-Firmen, die Kapazitätsanpassungen durchführen, ist seit der März-Umfrage von 75 auf 83 Prozent gestiegen.

Die Lage der deutschen Maschinenbauer in der Corona-Krise hat sich weiter verschärft.

Nach einer Umfrage des Branchenverbandes VDMA verzeichnen inzwischen 89 Prozent der Mitgliedsunternehmen Beeinträchtigungen, wie der VDMA in Frankfurt mitteilte. Dazu zählen Auftragseinbußen und die Stornierung von Bestellungen.

„Die Lieferketten stehen aber ebenfalls weiter unter starkem Druck”, erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Ende März hatten 84 Prozent der Firmen von Problemen berichtet.

Die Folge der verschärften Lage: „Immer mehr Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit und veranlassen Produktionsstopps und Personalabbau - auch von Teilen der Stammbelegschaft”, berichtete Wiechers.

Der Anteil der Firmen, die Kapazitätsanpassungen durchführen, ist seit der März-Umfrage von 75 auf 83 Prozent gestiegen. Dabei nutzen große Unternehmen mit mehr als 1 Milliarde Euro Jahresumsatz den Angaben zufolge diese Instrumente häufiger als mittelständische Firmen. Die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie beschäftigt mehr als eine Million Mitarbeiter in Deutschland.

Ähnlich wie im März gehen etwa 60 Prozent der Firmen von Umsatzrückgängen zwischen 10 und 30 Prozent für das Gesamtjahr 2020 aus. An der aktuellen Umfrage beteiligten sich 790 Maschinenbauer.

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