Frankfurt/Main

Dax stagniert - Impfstoff-Hoffnungen verpuffen

Dax       -  Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa | Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Auch an der tonangebenden Wall Street in den USA ließ der Schwung zuletzt nach. Der Antikörper-Cocktail des Biotech-Unternehmens Regeneron erhielt eine Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA. Zudem gab der Pharmakonzern Astrazeneca für seinen Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von rund 70 Prozent bekannt.

Der deutsche Leitindex schloss 0,08 Prozent tiefer bei 13.126,97 Punkten, nachdem er am Freitag noch moderate Gewinne verzeichnet hatte. Im frühen Handel am Montag war der Dax sogar über die Marke von 13.300 Punkten auf den höchsten Stand seit September geklettert. Der MDax der 60 mittelgroßen Werte ging prozentual unverändert bei 28.998,58 Punkten aus dem Handel.

Stahlwerte profitierten von Hoffnungen auf Staatsgelder und zählten zu den Favoriten. Die Papiere von Thyssenkrupp stiegen an der MDax-Spitze um 9,5 Prozent, jene von Salzgitter schnellten als bester Titel im Nebenwerte-Index SDax um 8,6 Prozent nach oben. Die Anteilsscheine des Stahlhändlers KlöCo legten um 5,3 Prozent zu. Die SPD-Fraktion in Nordrhein-Westfalen fordert akute Maßnahmen der Landesregierung in Reaktion auf die sich zuspitzende Lage in der Stahlindustrie.

Die Aktien von Wacker Chemie notierten im Handelsverlauf erstmals seit Oktober 2018 wieder dreistellig und gingen 4,3 Prozent höher bei 98 Euro aus dem Handel. Der Spezialchemiekonzern und der Biotechkonzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen. Die Anteilsscheine von Curevac zogen um 5,5 Prozent an.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,13 Prozent auf 3463,04 Punkte nach unten. Auch der französische Cac 40 und der britische FTSE 100 schlossen leicht im Minus. In New York verbuchte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss ein Plus von 0,5 Prozent.

Der Kurs des Euro reagierte mit deutlichen Verlusten auf überraschend positive US-Konjunkturdaten und notierte zuletzt bei 1,1829 US-Dollar. Obwohl die USA derzeit von einer heftigen Corona-Welle heimgesucht werden, hellte sich die Unternehmensstimmung im November deutlich auf. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1901 (Freitag: 1,1863) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8403 (0,8430) Euro.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,58 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 146,10 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,17 Prozent auf 175,44 Punkte.

© dpa-infocom, dpa:201123-99-430023/8

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