Frankfurt/Main

Dämpfer für Dax zum Wochenstart

Dax       -  Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa | Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Damit entfernte er sich deutlicher von seinem Rekordhoch, das er in der ersten Börsenwoche des neuen Jahres mit etwas über 14.131 Punkten erreicht hatte. Der MDax für mittelgroße Werte verlor am Montag 0,81 Prozent auf 31.102,20 Punkte.

Sorgen bereiten den Investoren einerseits die Coronavirus-Mutationen, die verstärkt inzwischen auch außerhalb Großbritanniens und Südafrikas nachgewiesen werden. Andererseits startet in Kürze die Berichtssaison, weshalb für viele Vorsicht die Devise ist. Experten sehen aber noch eine weitere Gefahr, und zwar die anziehender Zinsen in den USA.

„Still und heimlich steigen die Zinsen von US-Staatsanleihen immer weiter an, und das könnte für die aktuelle Börsenrally zur Bedrohung werden”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Zum einen steigen damit die Finanzierungskosten der Unternehmen, zum anderen werden Anleihen im Vergleich zu Aktien wieder zu einer Alternative. Auslöser des Renditeanstiegs am US-Rentenmarkt ist die Aussicht auf eine noch lockerere Finanzpolitik unter dem designierten Präsident Joe Biden. Das treibt die Wachstums- und Inflationserwartungen an, weshalb die Kapitalmarktzinsen steigen.

Unter den Einzelwerten standen am Montag mit vorgelegten Geschäftsberichten Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe im Blick. Der Fernwartungssoftware-Hersteller Teamviewer wuchs zwar auch im vierten Quartal kräftig und übertraf seine eigenen Ziele für das Gesamtjahr 2020 leicht, doch Händler sahen darin keinen Kurstreiber mehr. Die Papiere verloren 3,77 Prozent.

Der Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum rechnet nach dem Corona-Jahr 2020 für die nächsten drei bis fünf Jahre mit einem steigenden Marktanteil durch Wachstum aus eigener Kraft sowie durch Übernahmen. Umsatz und Profitabilität sollen sich deutlich verbessern. Die Aktien kletterten auf ein Rekordhoch und schlossen etwas darunter mit einem Plus von fast elf Prozent.

Für Aufmerksamkeit sorgen ansonsten Analystenkommentare. Die Papiere von BASF sowie die des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) und der Mutter Fresenius zählten mit Verlusten zwischen eineinhalb und fast drei Prozent zu den schwächsten Werten im Dax. JPMorgan senkte aus Bewertungsgründen den Daumen über die BASF-Aktien. Jefferies stufte FMC auf „Underperform” ab und kappte zudem das Kursziel für die Papiere von Fresenius.

Der EuroStoxx 50 sank um 0,67 Prozent auf 3620,62 Punkte. Noch etwas mehr Federn lassen mussten der französische Cac 40 und der britische FTSE 100. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial lag zum europäischen Handelsschluss leicht im Minus.

Der Euro erreichte im Handelsverlauf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn mit 1,2132 US-Dollar und kostete nach Börsenschluss 1,2169 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2163 (Freitag: 1,2250) Dollar festgesetzt, der Dollar hatte damit 0,8222 (0,8163) Euro gekostet. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite auf minus 0,56 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 146,12 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,22 Prozent auf 176,92 Zähler.

© dpa-infocom, dpa:210111-99-977311/8

Erhalten Sie die wichtigsten regionalen Wirtschaftsnachrichten der Woche immer am Donnerstagmorgen in Ihr E-Mail-Postfach. Abonnieren Sie hier den Newsletter von Wirtschafts-Reporter Jürgen Haug-Peichl.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
dpa
Airbus GmbH
Aktienmärkte
Analystenkommentare
BASF AG
Citigroup
Commerzbank
Deutscher Aktien Index
Deutscher Aktienmarkt
Dow Jones
Europäische Zentralbank
Eurostoxx 50
FTSE 100
Fresenius Medical Care AG
Joe Biden
MDax
MTU Aero Engins
Pfeiffer Vacuum Technology
Still GmbH
Wertpapierbörsen
Zentralbanken
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!