Frankfurt/Main

Etwas mehr Vorsicht auf hohem Kursniveau

Dax       -  Das Wort „Dax” steht im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse an einer Wand.
Foto: Arne Dedert/dpa | Das Wort „Dax” steht im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse an einer Wand.

In der Vorwoche hatte er eine viertägige Rekordserie bis auf einen Höchststand von 14.595 Punkten hingelegt und ein Wochenplus von mehr als vier Prozent verbucht. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es zum Wochenauftakt um 0,11 Prozent auf 31.813,59 Punkte hoch.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial erreichte am Montag zunächst ein weiteres Rekordhoch, verlor dann aber an Schwung und stand zum europäischen Börsenschluss knapp im Minus. Zusammen mit den Sorgen vor einer dritten Coronavirus-Welle und negativen Nachrichten zum Impfstoff von Astrazeneca, dessen Verabreichung nun auch in Deutschland sowie in Frankreich und Italien vorübergehend gestoppt wurde, belastete dies den Markt. In jüngster Vergangenheit hatte der Dax ähnlich wie der Dow in New York bei Anlegern, die nach konjunktursensiblen Werten Ausschau hielten, hoch im Kurs gestanden.

Die wichtigsten europäischen Börsen neigten am Montag zur Schwäche. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,09 Prozent auf 3829,84 Punkte. In Paris und London gaben die Leitindizes ebenfalls etwas nach.

Zyklische Chemiewerte ließen am Montag Federn. Die Papiere von Covestro und der BASF sanken hinten im Dax um 3,15 beziehungsweise 2,81 Prozent. Allerdings eroberte mit Volkswagen auch ein zyklischer Wert die Index-Spitze, zurückzuführen letztlich auf Unternehmensnachrichten. So einigten sich die Wolfsburger mit dem Betriebsrat auf weitere Schritte zum Stellenabbau. Zudem kündigte der Autobauer am Montag an, in den kommenden Jahren ein Netz eigener Batteriezellfabriken aufzubauen.

Hellofresh machten an der MDax-Spitze mit plus 4,85 Prozent ihrem Ruf als Pandemie-Gewinner wieder alle Ehre. Immer dann, wenn die Sorgen in der Corona-Krise größer werden, sind die Titel des Kochboxenanbieters für gewöhnlich stärker gefragt.

Unter starkem Verkaufsdruck mit einem Minus von mehr als acht Prozent standen am SDax-Ende die Aktien von Hypoport. Der Finanzdienstleister will nach einem enttäuschend schwachen Vorjahresgeschäft im laufenden Jahr zwar höher hinaus, Analysten hatten aber einen noch stärkeren Zuwachs von Umsatz und operativem Gewinn erwartet.

Der Euro fiel etwas zurück auf zuletzt 1,1923 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1920 (Freitag: 1,1933) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8389 (0,8380) Euro gekostet. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,36 am Freitag auf minus 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 144,88 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,27 Prozent auf 171,76 Punkte.

© dpa-infocom, dpa:210315-99-826316/6

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