Frankfurt/Main

Dax schrammt nur knapp an Rekordhoch vorbei

Dax       -  Das Wort „Dax” steht im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse an einer Wand.
Foto: Arne Dedert/dpa | Das Wort „Dax” steht im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse an einer Wand.

Der Leitindex gewann zum Handelsschluss 0,27 Prozent auf 14.596,61 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen lief es schlechter, er verlor 0,72 Prozent auf 31.867,40 Punkte.

Fed-Chef Jerome Powell dürfte klarstellen, dass angesichts des schwachen Arbeitsmarktes Debatten um höhere Zinsen auf absehbare Zeit ungerechtfertigt seien. Jedoch dürfte sich die Diskussion um eine Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe in den kommenden Wochen kaum vermeiden lassen, erklärte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Er geht davon aus, dass die Fed leicht höhere Inflationsraten gelassen betrachten und weder der Konjunktur noch den Börsen weh tun wird.

Am Markt für US-Staatsanleihen beschleunigte sich die Talfahrt der Kurse am Mittwoch vor den geldpolitischen Beschlüssen der Fed deutlich. Im Gegenzug erreichten die Renditen in den Laufzeiten von zehn und 30 Jahren jeweils die höchsten Stände seit über einem Jahr. Den Dax kümmerte dies nicht. Unter dem Renditeanstieg stärker leidende Technologiewerte sind im Dax nur spärlich vertreten, Papiere der zyklischen Automobil- und Chemieindustrie gibt es im Dax dafür umso mehr. Und diese legten am Mittwoch abermals kräftig zu.

Die im Dax notierten Vorzüge von Volkswagen stiegen an der Index-Spitze um weitere 11,04 Prozent. Der Fahrplan, den der Wolfsburger Autobauer derzeit hinsichtlich der Elektromobilität aufstellt, sorgt für anhaltend gute Stimmung. In puncto Marktkapitalisierung hat Volkswagen nun den Softwarekonzern SAP von der Spitzenposition im Dax verdrängt.

Die Anteile von BMW reagierten mit plus 6,16 Prozent auf den Ausblick des Autobauers für das laufende Jahr. Für die Titel des Zulieferers Continental ging es auf Platz drei im Dax um 2,59 Prozent hoch, jene des Konsumgüterherstellers Henkel und des Chemiekonzerns Covestro verteuerten sich um 1,70 beziehungsweise 1,26 Prozent.

An der MDax-Spitze erholten sich die Aktien von Morphosys mit plus 2,35 Prozent ein wenig von ihren Vortagesverlusten wegen eines enttäuschenden Ausblicks. Die Papiere von Fraport gewannen immerhin noch 0,57 Prozent. Stützend wirkte eine positiver Analystenkommentar: So hatte die britische Großbank HSBC die Anteile des Flughafenbetreibers von „Hold” auf „Buy” hochgestuft.

Der Euro notierte unverändert bei 1,1902 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1907 (Dienstag: 1,1926) US-Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8398 (0,8385) Euro gekostet. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,39 Prozent am Vortag auf minus 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 145,00 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,38 Prozent auf 171,10 Punkte.

© dpa-infocom, dpa:210317-99-855586/8

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