Berlin

Deutsche Wohnen profitiert weiter von Immobilienboom

Börsennotierte Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen       -  Fassade der Zentrale der börsennotierten Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen SE in Berlin.
Foto: Christoph Soeder/dpa | Fassade der Zentrale der börsennotierten Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen SE in Berlin.

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen kann 2020 wie schon in den Jahren zuvor mit einem hohen Sonderertrag durch die Neubewertung seiner Immobilien rechnen.

Der Vorstand des seit Juni im Dax notierten Unternehmens geht davon aus, dass die Bewertung des Wohnimmobilienbestands zum 31. Dezember voraussichtlich zu einer Aufwertung von rund sechs Prozent der bislang bilanzierten Werte führen wird. „Die positive Wertentwicklung beruht in erster Linie auf der anhaltend hohen Nachfrage und Preisdynamik am Transaktionsmarkt für Wohnimmobilien in deutschen Metropolregionen”, teilte der Vonovia-Konkurrent am Donnerstagabend in Berlin mit.

Der Immobilienbestand des Konzerns umfasst rund 162.000 Wohnungen und 2900 Gewerbeeinheiten. Im vergangenen Jahr wurde der Wert der Immobilien um 1,4 Milliarden Euro auf rund 25,4 Milliarden Euro aufgewertet. Ausgehend von diesem Wert würde die Aufwertung im laufenden Jahr bei rund 1,5 Milliarden Euro liegen.

Derweil profitiert Deutsche Wohnen weiter von steigenden Mieten. Allerdings drückten unter anderem höhere Zinsaufwendungen auf das operative Ergebnis. Das Jahresziel bestätigte der Dax-Konzern am Freitag in Berlin bei Vorlage der Neunmonatszahlen. Demnach erwartet der Konkurrent von Vonovia, LEG Immobilien und TAG Immobilien einen operativen Gewinn von rund 540 Millionen Euro und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

In den ersten neun Monaten legten die Vertragsmieten um 1,9 Prozent auf 634,5 Millionen Euro zu. Die Mieten stiegen im Schnitt um 1,6 Prozent auf 6,93 Euro je Quadratmeter. In Berlin legten die Mieten aufgrund des Mietendeckels mit 0,4 Prozent auf 6,90 Euro weniger stark zu. Der operative Gewinn ging unter anderem wegen höherer Zinsaufwendungen um 1,2 Prozent auf 422,4 Millionen Euro zurück.

© dpa-infocom, dpa:201113-99-319391/2

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