Frankfurt/Main

Kritik an Kaufprämie für Plug-in-Hybride

Halb Elektro, halb Verbrenner       -  Ein Auto mit Plug-in-Hybridtechnik steht an einer E-Ladesäule.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa | Ein Auto mit Plug-in-Hybridtechnik steht an einer E-Ladesäule.

An der Kaufprämie für Elektroautos wird Kritik laut, weil davon häufig Fahrzeuge mit Verbrenner- und Elektromotor profitieren.

Bei den deutschen Autoherstellern steigt die Nachfrage nach Stadtgeländewagen (SUV) mit beiden Antriebsarten samt aufladbarer Batterie (Plug-in-Hybride), wie die „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” berichtete. Deren Anschaffung wird seit Juli mit bis zu 6750 Euro bezuschusst. Die Lieferzeiten für diese Modelle würden immer länger, wie eine Umfrage der Zeitung ergab.

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, sprach von „staatlich subventioniertem Klimabetrug”. „Viele fahren fast ausschließlich mit dem fossilen Verbrenner und nutzen die E-Mobilität nur zur Startbeschleunigung an der Ampel”, sagte Özdemir zur Begründung. „Das hat verheerende Folgen für die Glaubwürdigkeit der Branche und für den Klimaschutz.”

Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic warnte in diesem Zusammenhang davor, dass die Autoindustrie „politisch kaputtreguliert wird”. Auch er monierte die „irre hohen Subventionen” und fordert, zu kontrollieren, wie stark die Batterie im Alltag tatsächlich genutzt wird.

Im September wurden nach der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 21.188 reine Elektro-Pkw neu zugelassen sowie 20.127 Plug-in-Hybride.

© dpa-infocom, dpa:201018-99-987276/2

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