Berlin

Neue Milliardenhilfen für Busse und Bahnen

U-Bahn       -  Wegen fehlender Ticketeinnahmen drohten den Verkehrsunternehmen in diesem Jahr Verluste von 3,6 Milliarden Euro. NUnspringt der Bund ein.
Foto: Christoph Soeder/dpa | Wegen fehlender Ticketeinnahmen drohten den Verkehrsunternehmen in diesem Jahr Verluste von 3,6 Milliarden Euro. NUnspringt der Bund ein.

Busse und Bahnen in ganz Deutschland bekommen wegen erheblicher Einnahmeausfälle in der Corona-Krise neue Milliardenhilfen.

„Wir brauchen auch langfristig einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr, und dafür tun wir auch was”, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Bund und Länder nehmen in diesem Jahr noch mal jeweils eine Milliarde Euro in die Hand.” Dies seien „gute Nachrichten für die Pendler und für das Klima”, betonte Scholz. Zuvor hatte das „Handelsblatt” über die Einigung zwischen Finanz- und Verkehrsministerium berichtet.

Am Mittwoch waren in der Politik und von der Verkehrsbranche erneut Forderungen nach einem Corona-Rettungsschirm für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch in diesem Jahr laut geworden. In der Koalition setzten sich der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und SPD-Fraktionsvize Sören Bartol dafür ein. Die Länder fordern ebenfalls schon seit längerem eine weitere Milliarde Euro vom Bund und signalisierten, erneut den gleichen Betrag aufzubringen.

Im vergangenen Jahr hatte der Bund bereits 2,5 Milliarden Euro zusätzlich für den Nahverkehr bereitgestellt - über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen. Mit dem Geld können Länder und Verkehrsverbünde Verkehrsangebote bestellen.

Den Verkehrsbetrieben machen stark gesunkene Fahrgastzahlen zu schaffen - denn viele Arbeitnehmer arbeiten im Homeoffice, manche Fahrgäste meiden gerade auch lieber Waggons und Busse zu Stoßzeiten.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte gewarnt, dass Einnahmeverluste zunehmend zu Liquiditätsengpässen führten. Die Anbieter hielten die Mobilität in Abstimmung mit Bund und Ländern aber in praktisch unverändertem Maße aufrecht. So könnten systemrelevante Arbeitskräfte und alle, die auf öffentliche Mobilität angewiesen sind, ihre Wege erledigen. Wegen fehlender Ticketeinnahmen drohten der Branche in diesem Jahr aber Verluste von 3,6 Milliarden Euro.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-496192/2

Erhalten Sie die wichtigsten regionalen Wirtschaftsnachrichten der Woche immer am Donnerstagmorgen in Ihr E-Mail-Postfach. Abonnieren Sie hier den Newsletter von Wirtschafts-Reporter Jürgen Haug-Peichl.
Themen & Autoren / Autorinnen
dpa
Andreas Scheuer
Armin Laschet
CSU
Deutsche Presseagentur
Mobilität
Nahverkehr
Nordrhein-Westfälische Ministerpräsidenten
Olaf Scholz
Omnibusse
SPD
Straßenbahnen
Sören Bartol
Unternehmen im Bereich Verkehr
Verkehrsminister
Verkehrsministerien
Verkehrsverbünde
Wirtschaftsbranche Verkehr
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!