Stockholm

Spotify wird Beschäftigte „von überall” arbeiten lassen

Spotify       -  Die App des Musikdienstes Spotify wird auf dem Display eines Smartphones angezeigt.
Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild | Die App des Musikdienstes Spotify wird auf dem Display eines Smartphones angezeigt.

Mitarbeiter des Musikstreaming-Marktführers Spotify werden nach dem Ende der Corona-Pandemie nicht unbedingt ins Büro zurückkehren müssen. Die in Schweden beheimatete Firma stellte am Freitag ihr Konzept „Arbeiten von überall” vor.

„Arbeit ist nicht etwas, wofür man ins Büro kommt, sondern das, was man tut”, lautet einer der Grundsätze davon. Und Effizienz messe man nicht an der Zahl der Stunden, die Leute im Büro verbringen. Stattdessen sei Spotify überzeugt, dass die Beschäftigten effizienter sein werden, wenn sie selbst entscheiden können, wo sie arbeiten.

Entsprechend der neuen Firmenpolitik sollen die Spotify-Mitarbeiter vom Sommer an im Büro oder Zuhause oder abwechselnd an beiden Orten arbeiten können. Die Entscheidung darüber treffen sie gemeinsam mit ihren Vorgesetzten. Spotify will auch flexibler werden, was das Arbeiten von anderen Städten und Ländern aus angeht - allerdings mit der Einschränkung, dass dies nicht zu zusätzlichen Schwierigkeiten durch Zeitunterschiede führen solle. In Städten ohne Spotify- Standorte werde die Firma Mitarbeitern, die trotzdem Office-Gefühl haben wollen, die Mitgliedschaft in Gemeinschaftsbüros bezahlen.

Spotify hatte zuletzt rund 5600 Mitarbeiter. Etwa 30 Prozent von ihnen leben in Schweden. Ein Großteil der Beschäftigten sind Software-Entwickler.

Auch andere Unternehmen stellen sich auf eine dauerhafte Veränderung des Joballtags durch die Corona-Krise mit ihrer monatelangen Heimarbeit ein. So prognostizierte bereits im Frühjahr Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dass in zehn Jahren jeder zweite Beschäftigte des Online-Netzwerks außerhalb des Büros arbeiten werde. Twitter will seiner Belegschaft die Freiheit geben, von zu Hause aus zu arbeiten. Und der SAP-Konkurrent Salesforce stellt sich auf eine Zukunft ein, in der die meisten Beschäftigten nur einen bis drei Tage pro Woche ins Büro kommen - für Arbeit im Team, Treffen mit Kunden oder Präsentationen. „Der Arbeitstag von 9.00 bis 17.00 Uhr ist tot”, hieß es in einem Blogeintrag des Unternehmenssoftware-Spezialisten.

© dpa-infocom, dpa:210213-99-421866/3

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