Genf

Unctad rechnet mit schnellerer Erholung der Weltwirtschaft

Hamburger Hafen       -  Blick auf die hochgeklappten Containerbrücken im Hamburger Hafen.
Foto: Axel Heimken/dpa | Blick auf die hochgeklappten Containerbrücken im Hamburger Hafen.

Die Weltwirtschaft dürfte sich vom Corona-Schock nach einer Analyse der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) schneller erholen als im September 2020 noch gedacht.

Wegen der Billionen teuren Konjunkturpakete in vielen Ländern geht sie für 2021 von einem Wachstum von 4,7 Prozent aus, nach einer Prognose von 4,3 Prozent vor sechs Monaten, wie sie am Donnerstag in Genf berichtete. Zugpferd sei die schneller als erwartet wachsende US-Wirtschaft.

Damit liege die Weltwirtschaft Ende dieses Jahres aber trotzdem noch mehr als zehn Billionen Dollar unter dem Niveau, das ohne Coronavirus-Pandemie erreicht worden wäre, schreibt das Sekretariat der Unctad. Am härtesten seien Entwicklungsländer betroffen.

Die wirtschaftliche Erholung begann im 3. Quartal 2020 und werde sich dieses Jahr fortsetzen, allerdings je nach Region unterschiedlich stark, berichtete das Sekretariat der Unctad. Es gebe leider schon Anzeichen für eine Rückkehr zu Sparpolitik - das sei nach der tiefen Rezession töricht.

Es bestehe kaum Aussicht, dass besonders betroffene Länder jetzt gestärkt werden, um bei künftigen Schocks besser gewappnet zu sein. Dafür werde zu wenig getan, und Probleme wie Ungleichheit, Verschuldung und mangelnde Investitionen blieben bestehen. „Ohne einen Kurswechsel werden eine unausgewogene Konjunkturerholung, Anfälligkeit und bleibende wirtschaftliche Unsicherheit für viele Länder zur neuen Normalität”, schreibt das Sekretariat.

Die 1964 in Genf gegründete Unctad setzt sich in den Vereinten Nationen besonders für die Belange der Länder mit kleinen und mittleren Einkommen ein. Sie hat 195 Mitgliedsländer.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-870169/2

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